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Das Edelstein-Lexikon

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Serendibit Lexikon

Serendibit – der Stein, der Sri Lanka im Namen trägt

Serendibit

Serendibit ist ein Stein mit Herkunft schon im Namen: Er heißt nach Serendib, dem alten Namen Sri Lankas. Seine Farben reichen von kostbarem Blaugrün bis zu tiefem Schwarz – und seine Seltenheit ist legendär.

Was ist Serendibit?

Serendibit ist ein seltenes Calcium-Borosilikat mit einer komplexen Formel (Ca₂(Mg,Al)₆(Si,Al,B)₆O₂₀) aus der Aenigmatit-Gruppe. Es kristallisiert triklin und zeigt Farben von Blaugrün und Violettblau bis Schwarz. Berühmt ist der Stein für seinen starken Pleochroismus und für eine extreme Seltenheit, die ihn zu einem der begehrtesten Sammlersteine macht.

Eigenschaften auf einen Blick:
  • Mineral: Serendibit – Calcium-Borosilikat, Aenigmatit-Gruppe, triklin
  • Mohs-Härte: 6,5–7 · Dichte: ~3,42–3,52 g/cm³
  • Brechungsindex: 1,70–1,74 (hoch)
  • Farbe: blaugrün, violettblau, grünlichblau, schwarz
  • Optik: stark pleochroitisch
  • Fundorte: Sri Lanka (Farbsteine), Myanmar (schwarz)

Das Kernthema: Farbe und Herkunft

Bei Serendibit sind Farbe und Herkunft eng gekoppelt: Die begehrten transparenten blaugrünen bis violettblauen Steine stammen aus Sri Lanka, während das häufigere schwarze, undurchsichtige Material aus Myanmar kommt. Diese Kopplung bestimmt Wert und Charakter: Herkunft & Farbe.

Eine der seltensten Edelsteinarten

Nach der Entdeckung waren jahrzehntelang nur wenige facettierte Steine bekannt – lange galten nur drei geschliffene Serendibite als existent. Erst neuere Funde erweiterten das Angebot geringfügig, doch selten ist er geblieben: Serendibit Preis.

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Häufige Fragen

Was ist Serendibit?
Ein seltenes Calcium-Borosilikat aus der Aenigmatit-Gruppe mit Mohs-Härte 6,5–7. Es zeigt Farben von Blaugrün und Violettblau bis Schwarz und ist stark pleochroitisch.
Woher hat Serendibit seinen Namen?
Von Serendib, dem alten arabisch-persischen Namen für Sri Lanka, wo der Stein 1902 entdeckt wurde. Der Name spiegelt die Herkunft direkt wider.
Warum ist Serendibit mal blau, mal schwarz?
Weil Farbe und Herkunft gekoppelt sind: transparente blaugrüne bis violettblaue Steine stammen aus Sri Lanka, das schwarze, undurchsichtige Material aus Myanmar.
Wie selten ist Serendibit?
Extrem selten. Nach der Entdeckung galten lange nur drei facettierte Steine als existent; erst neuere Funde erweiterten das Angebot geringfügig.
Verwandte Steine: Saphir  ·  Tansanit  ·  Spinell

Serendibit – Kennzahlen im Überblick

Steckbrief
  • Familie: Calcium-Magnesium-Aluminium-Borosilikat (Ca₄(Mg,Fe²⁺)₂Al₆BSi₃O₂₂(BO₃))
  • Chemische Formel: Ca₂(Mg,Fe)Al₄BSi₃O₁₅
  • Kristallsystem: Triklin
  • Mohs-Härte: 6,5–7
  • Dichte: 3,42–3,52 g/cm³
  • Brechungsindex: 1,700–1,718
  • Dispersion: 0,021
  • Farben: Dunkelblau, blaugrau, schwarz — starker Pleochroismus
  • Herkunft: Myanmar (Mogok), Sri Lanka, Grönland
  • Behandlung: Keine
  • Seltenheit: extrem selten

Qualität und Wert

MerkmalWorauf es ankommt
Blaue QualitätDunkelblauer Serendibit aus Myanmar (Mogok) ist die begehrteste Form. Facettierbare Stücke sind extrem selten.
PleochroismusStarker Pleochroismus: blau, violettblau und tiefblau aus drei Achsen.
VerwechslungOft mit Saphir verwechselt. Unterschied: Serendibit hat niedrigeren Brechungsindex und höhere Doppelbrechung als Saphir.
VerfügbarkeitJährlich wenige Gramm facettierbares Material weltweit. Zu den fünf seltensten Edelsteinen.

Fazit

Serendibit trägt Sri Lanka im Namen und die Herkunft in der Farbe: blaugrün aus Ceylon, schwarz aus Myanmar. Eine der seltensten Edelsteinarten – und ein Stein für wahre Kenner.