Edelsteine

Als Edelsteine bezeichnet man i.A. alle Mineralien, die als Schmucksteine geeignet sind. Ausser den Mineralien werden auch organische Edelsteine wie Bernstein, Perlen, Perlmutt, Korallen oder aber auch versteinerte Substanzen wie die Ammolite zu den Edelsteinen hinzu gerechnet.

Bereits seit der Altsteinzeit kennt man die Verwendung vieler Edelsteine als Schmucksteine. Besonders begehrt sind seit jeher Smaragd, Rubin, Saphir und Diamant.

Ein Grund hierfür war auch die Härte der Edelsteine, die man bei Edelsteinen in einem Härtegrad nach Friedrich Mohs, der Mohshärte, angibt. Mohs war ein Geologe, der Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts lebte und die Härte einfach dadurch bestimmte, indem er ein Mineral mit einem anderen ritzte.
Hierfür hat er Referenzmineralien festgelegt, so daß er eine Härteskala von 1 bis 10 definieren konnte.
Besonders erwähnenswert ist hierbei der Härtegrad 5, bei dem man ein Mineral gerade noch mit dem Taschenmesser ritzen konnte. Der Härtegrad 7 ist deshalb wichtig, da er Quarz (Sand) entspricht. Wenn man einen Edelstein trägt, der härter als die Mohshärte 7 ist, so wird dieser nicht so schnell abstumpfen, da die Hauptursache für das Erblinden der Edelsteine der Kontakt mit Sand und Staub ist, der dann über viele Jahre die Oberfläche des Edelsteins leicht aufraut aund matt erscheinen lässt. Über der Mohshärte von 7 liegt dann beispielsweise Topas mit 8, die Korunde (Rubine und Saphire) bei 9 und der Diamant mit der höchsten Mohshärte 10. Es ist anzumerken, daß diese Härteskala keine absolute und lineare Skala darstellt, sondern lediglich Relationen. Ein Diamant ist z.B. nicht doppelt so hart oder 10% härter als ein Saphir, sondern 140 mal härter. Die Mohshärteskala gibt nur Vergleichswerte an!


 

Dichte der Edelsteine

Als wesentliches Erkennungsmerkmal, neben der Lichtbrechung der Edelsteine, dient die Bestimmung der Dichte. Alle Edelsteine haben ein unterschiedliches Gewicht bezogen auf ihr Volumen: die Dichte.
So sind beispielsweise Smaragde bei gleichem Volumen leichter als Saphire. Man bekommt also bei gleichem Gewicht bei Smaragden einen größeren Stein als bei Saphiren bzw. es ist bei gleicher Größe ein Smaragd leichter als ein Saphir.
Ganz gravierend sieht man dies beispielsweise bei Welo-Opalen, die sehr leicht sind: man bekommt relativ grosse Opale mit wenig Gewicht, was diese Edelsteine dann auch relativ günstig macht. 
Ein Beispiel für einen überproportional schweren Edelstein ist der Zirkon. Zirkone sind bei kleiner Größe relativ schwer im Vergleich zu anderen Edelsteinen.


 

Brechungsindex - die wohl wichtigste Kennzahl zur Bestimmung eines Edelsteins.

Der Brechungsindex ist eine optische Materialeigenschaft, die für jeden Edelstein sehr spezifisch ist und mit der man einen Edelstein sehr genau bestimmen kann. Sie besagt wie ein Lichtstrahl beim Eindringen in den Edelstein gebrochen wird. Dies geschieht in einem bestimmten Winkel, den man mit dem Refraktometer messen kann.
Bemerkenswert ist, daß bei manchen Edelsteinen der Strahl einfach gebrochen wird und bei anderen doppelt, was wiederum die Identifikation des Edelsteines erleichtert.

 

Edelstein-Kristallsysteme

Die Edelsteine bzw. die Mineralien aus denen sie bestehen oder geschliffen werden, kristallisieren in bestimmten Kristallsystemen aus. Diese Kristallsysteme geben an, wie die Atome oder Moleküle, aus denen der Kristall besteht, angeordnet sind. Wenn die Moleküle beispielsweise wie ein Würfel angeordnet sind, spricht man von einem kubischen Kristallsystem; ist der Würfel gestreckt, spricht man von einem tetragonalen Kristallsystem; sind die Moleküle wie ein Sechseck angeordnet, ist es ein hexagonales Kristallsystem usw.
 

Wert der Edelsteine

Der Wert der Edelsteine bemisst sich nach verschiedenen Kriterien wie Größe, Reinheit, Farbe bzw. Farbintensität und natürlich auch der Seltenheit der Edelsteine. Grundsätzlich lässt sich sagen, je seltener, größer, farbintensver und reiner ein Edelstein ist, desto wertvoller ist er auch. Dabei ist allerdings auch zu beachten, daß es Steine mit Einschlüssen gibt, die den Stein wertvoller machen können als einen lupenreinen Stein. So gibt es beispielsweise sehr seltene Diamanten, in denen sich noch kleine mit Wasser gefüllte Blasen befinden, die fast unbezahlbar gehandelt werden oder seltene Fremdkristalle im Kristall. Viele Edelsteinliebhaber möchten auch nicht den perfekten lupenreinen Edelstein, sondern einen individuellen Stein mit typischen und faszinierenden Einschlussbildern, die unverwechselbar und besonders sind.
 

Eigenschaften von Edelsteinen

Die Eigenschaften vieler Edelsteine lassen sich inzwischen künstlich verbessern. Ja es ist sogar Normalität, daß heute fast alle Edelsteine in irgendeiner Art und Weise behandelt sind. Durch vorsichtiges Erhitzen erhält man bei den meisten Edelsteinen kräftigere, sattere Farben oder auch durch Bestrahlen kann die Farbe intensiviert oder verändert werden. Die Farben der Edelsteine rühren daher, daß im regelmässigen Kristallgitter mit den Kristallmolekülen kleinere oder größere Fremdmoleküle eingelagert sind. Dadurch ändert sich die Struktur des Kristallgitters und es wird "gebeugt", was ein verändertes Absorptionsspektrum der Lichtstrahlen bewirkt und somit eine Farbänderung des Edelsteins. Durch Erhitzen oder Bestrahlen des Edelsteines werden die eingelagerten Fremdmoleküle aufgebrochen oder verändert und dadurch verändert sich auch das Absorptionsspektrum bzw. die Farbe. Beachten Sie bitte, daß es sich bei diesen Arten einer Behandlung immer noch um echte natürliche Edelsteine handelt, die lediglich ein bisschen "getunt" wurden.
Viele Edelsteine wie die Topase in Swiss Blue, London Blue oder die tiefblauvioletten Tansanite verdanken ihre Existenz ausschliesslich dieser Behandlungsmethoden. Dies ist bei diesen Edelsteinen nicht nur geduldet, sondern anders auch nicht realisierbar und sogar erwünscht.


 

Imitate und Synthesen

Da die Edelsteine teilweise einen erheblichen Wert darstellen, wird wie bei allem anderen auch, sei es z.B. Bilder oder sogar Geldnoten, gefälscht. Hierbei muss man grundsätzlich 2 Arten der Fälschung unterscheiden: Imitate und Synthesen.
Ein Imitat ist ein Edelstein, der so aussieht wie ein anderer, aber tatsächlich ganz andere phsikalische und chemische Eigenschaften besitzt. So werden beispielsweise bei günstigen Schmuckstücken sehr oft synthetische Zirkonias als Diamantimitat eingesetzt. Diese sehen so aus wie Diamanten, sind es aber nicht und es lässt sich auch mit sehr einfachen gemmologischen Mitteln feststellen, daß es lediglich ein Imitat ist.
Synthesen dagegen sind von natürlichen Edelsteinen nur mit größerem Aufwand zu unterscheiden.
Beispiel: Ein synthetischer Saphir ist ein "echter Saphir", aber kein natürlicher Saphir! Der synthetische Saphir hat die gleichen physikalischen und chemischen Eigenschaften, die gleiche Härte, die gleiche Lichtbrechung wie ein natürlicher Saphir. Der Unterschied besteht darin, dass ein synthetischer Edelstein im Labor gezüchtet worden und der natürliche Edelstein über Jahrmillionen in der Natur entstanden ist. Ein synthetisches Motorenöl ist auch ein echtes Öl, das lediglich synthetisch hergestellt wurde - im Gegensatz zum mineralischen Motorenöl, das aus jahrmillionenaltem mineralischem Erdöl hergestellt wurde.
Gut gemachte Synthesen sind daher vom Laien nicht von natürlichen Edelsteinen zu unterscheiden und bedürfen einer gemmologischen Prüfung im Labor.
Ich hatte vor einiger Zeit eine Anfrage einer Dame zur Prüfung von Edelsteinen, die auf einer uns allen bekannten Auktionsplattform Edelsteine ersteigert hatte, 25 an der Zahl und es sollte sich um Amethyste, Citrine, Ametrine und Topase handeln, alles größere Steine zwischen 5 und 20 Carat. Nach Begutachtung der Steine stellte sich heraus, daß kein einziger natürlich war. Darunter befanden sich synthetische Korunde, synthetische Spinelle, synthetische Berylle und sogar Glas. Die meisten der Verkäufer stammten aus Asien und an eine Reklamation war nicht mehr zu denken.
Edelsteinkauf ist Vertrauenssache und egal wo Sie Edelsteine kaufen: achten Sie bitte darauf, daß Sie im Fachhandel kaufen, der Ihnen die Echtheit der Steine bestätigt, wo Sie auch nach dem Kauf die Möglichkeit haben die Steine nochmals unabhängig prüfen zu lassen, gegebenfalls zu reklamieren und wo sie bei Problemen, gleich welcher Art, einen Ansprechpartner haben um die Probleme zu besprechen und aus der Welt zu schaffen.


 

Schliff-Formen der Edelsteine

Die gängigsten Schliff-Formen der Edelsteine sind
  • Rundschliff
  • Princess-Schliff
  • Ovalschliff
  • Navetteschliff
  • Herzschliff
  • Smaragdschliff
  • Tropfenschliff
  • Asscher-Schliff
  • Cushionschliff
  • Trilliantschliff
  • Baguetteschliff
  • Radiantschliff
Edelsteinschliffe
 


Edelsteine Entstehung und Lagerstätten

Grundsätzlich kann man sagen, daß Edelsteine im Erdinnern unter hohem Druck und unter hohen Temperaturen entstanden sind. Oft entstehen sie, wenn sich Temperatur und Druck plötzlich ändern, so wie beim Aufsteigen von flüssigem Magma. Bei grosser Reinheit der Kristallmoleküle kann auch ein Kristall mit großer Reinheit entstehen. Oft kommen jedoch noch andere Moleküle mit vor, die dann in den Kristall eingelagert werden, was man dann in Form von Einschlüssen sehen kann. Oft erkaltet der Kristall dann auch relativ schnell, was zu inneren Rissen im Kristall führen kann. Die Palette an fremden Mineralen, die in einen Kristall eingelagert werden kann, ist riesig und dient später bei einer gemmologischen Untersuchung oft dazu, daß man die Herkunft eines Edelsteines durch die fremdeingelagerten Minerale bestimmen kann. So haben beispielsweise Rubine, die in Burma gefunden werden, ganz andere mineralische Einschlüsse als Rubine, die in Afrika gefunden wurden. Kolumbianische Smaragde haben andere mineralische Einschlüsse als Smaragde aus Sambia etc.

Bei den Lagerstätten unterscheidet man primäre und sekundäre Lagerstätten. Bei primären Lagerstätten baut man die Edelsteine dort ab, wo sie gebildet wurden: man gräbt Minen tief unter die Erde oder kann sie teilweise im Tagebau auch an der Oberfläche finden, wenn sie durch geologische Aktivitäten zur Oberfläche befördert worden sind. Ein Nachteil bei diesen Schürfmethoden ist, daß die Edelsteine durch mechanische Einflüsse (Sprengen, Bagger) beschädigt werden können.
Wenn die Edelsteine durch geologische Aktivitäten zur Oberfläche gelangt sind, können sie dort natürlich auch durch Erosion und das Zusammenspiel von Wind und Wasser an andere Stellen gelangen, wo sie sich dann ablagern: die sekundären Lagerstätten. Oft sind dies ehemalige Flussläufe wo sich die Edelsteinkristalle durch Veränderung der Fliessgeschwindigkeit des Wassers verstärkt abgelagert haben. Auch gier können die Edelsteinkristalle durch den Transport über lange Strecken und den stängigen Kontakt/Abschürfen mit anderen Mineralien beschädigt werden.

Wertsteigerung von Edelsteinen

Was die Wertsteigerung bei Edelsteinen angeht, so muss man differenzieren um welchen Edelstein es sich handelt. Grundsätzlich muss man sagen, daß jetzt seit knapp 20 Jahren, in denen wir in dieser Branche tätig sind, noch nie irgendwelche Edelsteine im Preis gesunken sind. Im Gegenteil: manche Steine, die auf Lager lagen, mussten wir nach oben anpassen, da die Preise im Grosshandel stark gestiegen sind.
Mit steigendem Wohlstand in China und Indien wachsen zwei riesige Märkte heran, die eine enorme Nachfrage haben und auch für stetigen Preisanstieg sorgen.

 
Bei "Standardsteinen", die sehr häufig vorkommen, wie Amethyste, Topase und Achate, darf man keine großen Preissteigerungen erwarten. Diese sind weniger zur Wertanlage im Sinnder der Wertsteigerung geeignet und man sollte sie kaufen, weil sie günstig und schön sind.
Diamanten haben seit jeher eine Preissteigerung von etwa 2-3% pro Jahr, andere Steine wie z.B. der Tansanit, Tsavorit, unbehandelte Burma Rubine, sind in den letzten 5-7 Jahren um ca. 50% im Preis gestiegen, da sie extrem selten sind. Grundsätzlich kann man sagen: je seltener ein Edelstein ist, desto höher sind die zu erwartenden Preissteigerungen.
 


 

Übersicht über die wichtigsten Edelsteine

 

Achate

 
Achat

Achate sind eine Varietät der Quarze und bestechen sehr oft durch schöne streifige Strukturen im Mineral. Sie kommen fast überall vor und so findet man auch in der Region um Idar-Oberstein oder im saarländischen Freisen sehr schöne Achate.

Achate bilden sich in Gesteinshohlräumen, wie sie beispielsweise oft in vulkanischem Gestein vorkommen. Diese Gesteinshohlräume beinhalten oft Quarze, Achate oder auch Calcite.
Die normalen Farben des Achats können weiss, orange-rötlich und alle Gelbtöne umfassen. Sehr oft wird der Achat aber auch künstlich eingefärbt, was ganz ungewöhnliche Strukturen und Muster zum Vorschein bringen kann. Je nach Farbe und Struktur unterscheidet man den Achat mit sehr vielen unterschiedlichen Handelsnamen wie z.B. Bandachat, Feuerachat, Drachenhautachat, Baumachat und auch der schwarze Onyx gehört zu den Achaten.
Sehr bekannt sind auch die Gemmen, die man aus den Achaten schnitzen kann, Platten für Siegelringe, Achatscheiben für Uhren etc. Bereits in der Antike wurde er zur Herstellung von Kunstgegenständen benutzt. So wurden beispielsweise im alten Ägypten Skarabäen daraus geschnitzt, die den Ägyptern als Schutzsteine und Glücksbringern dienten. Schon damals wurde die Farbe des Achats durch Brennen künstlich verändert.

Die Mohshärte von Achat, wie bei allen anderen Quarzen auch, liegt bei 7. Er ist somit relativ hart und unempfindlich. Die Dichte liegt bei 2.6 - 2.8 g/cm³ und er besitzt einen glasähnlichen Glanz.



 

Amethyste 

Amethyste

Amethyste und Ametrine gehören zur Gruppe der Quarze. Der Name Amethyst kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie etwa "dem Rausche entgegenwirkend". Man ging davon aus, daß der Träger eines Amethysts gegen die berauschende Wirkung von Alkohol immun sei.
Farbgebendes Element bei Amethyst sind Eisenoxidionen, die in den Kristall eingelagert sind. Die Farbe geht von blassem Violett bis zu einem sehr tiefen, nahezu Licht undurchlässigen Violett. Am begehrtesten ist ein schönes tiefes leuchtendes Violett, daß auch noch die Brillanz des Steines zur Geltung bringt.

Je nachdem welche Eisenionen und wie diese eingelagert sind, kann es auch zu gelben oder grünen Farbtönen kommen. Sind violette und gelbe Farbtöne in einem Kristall enthalten, spricht man von einem Ametrin. Auch hier kann die Farbverteilung von blassen Tönen bis zu starken Tönen verlaufen. Natürlicherweise und auch typisch sind blassere Farbtöne.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn man sehr kräftig gefärbte Ametrine angeboten bekommt. Entweder sind diese extrem behandelt oder was am häufigsten ist: es handelt sich um Synthesen.

Die Mohshärte liegt quarztypisch bei 7 und somit sind Ametrine und Amethyste relativ unempfindlich.

Amethyste werden weltweit gefunden, wobei besonders schöne und begehrte Stücke in Brasilien und Uruguay gefunden werden. Weitere Fundorte sind Namibia, Madagaskar, Russland und Maroko. Aber auch in Deutschland bei Idar-Oberstein oder in Österreich können schöne Amethyste gefunden werden.


Esotherisch kann der Amethyst immer dann verwendet werden, wenn der Geist gefordert wird. Er soll dabei unterstützen seine Gedanken zu sortieren und kann dazu beitragen, dass Sie schneller eine Entscheidung treffen können. Er gibt auch wieder innere Ruhe und kann das Selbstvertrauen positiv beeinflussen. Das ist besonders wichtig in stressigen Situationen oder wenn geistige Leistung, wie bei Prüfungen, gefordert ist. Er kann aber auch dabei helfen Trauer und seelische Belastungen zu bewältigen. Durch seine beruhigende Wirkung kann der Griff zum Amethyst wie eine Auszeit vom Alltag sein.


 

Ammolit

Ammolit

Der Ammolit gehört, wie Bernstein und Perlen, zu den organischen Edelsteinen. Er wird hauptsächlich in den Rocky Mountains gefunden und besteht aus versteinerten Ammoniten, die in aussergewöhnlich schönen Farben opalisieren. 
Eine der besten Fundstätten liegt im östlichen Teil der Rocky Mountains wo die Ammolite im Tagebau gefördert werden.

Entstanden sind sie in der Kreidezeit in einem subtropischen Binnenmeer, das einen Großteil des nordamerikanischen Konzinents einnahm. Die darin lebenden Ammonite sanken nach Ihrem Tod auf den Meeresboden und das Perlmutt, das in einer Schichtstruktur vorlag, wandelte sich chemisch/physikalsich etwas um und zeigt heute durch Lichtinterferenzbildung das faszinierende Opalisieren.

Die eigentliche opalisierende Perlmuttschicht ist relativ dünn und ist mit einer Mohshärte von 4.5 - 5.5 auch relativ weich. Um sie vor Beschädigung zu schützen, wird sie i.a. mit einer widerstandsfähigen Kunstharzschicht geschützt.
Größere intakte Ammolite mit schöner Opaleszenz sind relativ selten und begehrt. Der Ammolit wird sogar als der seltenste organische Edelstein betrachtet.
Ein Vorteil gegenüber dem Opal ist, daß das Opalisieren nicht auf Wassereinlagerungen zurück zu führen ist und dadurch - unabhängig von allen Umwelteinflüssen - das Opalisieren nicht schwächer werden kann. Auch kann das einzigartige Schimmern dieses aussergewöhnlichen Schmucksteines nicht durch Synthesen imitiert werden. Im Gegenteil: manchmal wurden schon Ammolite als Imitate für Opale benutzt.


 

Andalusit

Andalusite
Andalusit gehört zu den Aluminiumsilikaten wie z.B. auch der Kyanit und Sillimanit. Die Andalusitkristalle kristallisieren im orthorombischen Kristallsystem aus und sind meist prismatisch geformt. Die Mohshärte liegt bei etwa 6.5 - 7.5 und Andalusit ist somit gut als Schmuckstein geeignet. Die Farben können grau, rosa, braun, grün und violett sein.

Der Name rührt vom ersten Fundort her: Andalusien. Allerdings hat man festgestellt, daß Andalusien eher ein untypischer Fundort ist und die größten Lagerstätten in Brasilien und Australien liegen, aber man findet auch Vorkommen bei Darmstadt und Gefrees im Fichtelgebirge.
Zusammen mit Andalusit findet man desöfteren Kyanit, Sillimanit, Granate, Turmaline und Korunde.

Industriell wird Andalusit als Zuschlagstoff bei der Herstellung von hitzebeständiger Keramik verwendet.

Klare Andalusite, die zur Schmuckverarbeitung geeignet sind, sind relativ selten und somit auch relativ teuer.
Als Besonderheit weist der Andalusit einen starken Pleochroismus auf, d.h. er zeigt in den verschiedenen Kristallachsen unterschiedliche Farben - meist grün und rot. Dies muss beim Schleifen der Steine berücksichtigt werden.
Für viele Liebhaber des Andalusits liegt aber genau hier die Attraktivität dieses schönen Edelsteins. Bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, aber auch unterschiedlichen Blickrichtungen zeigt der Andalusit immer neue Farben.


 

Apatit

Apatit

Apatite sind eine Gruppe chemisch ähnlicher Minerale aus Phosphaten, Arsenaten und Vanadaten.

Apatitkristalle wachsen meist sehr schön prismatisch und können durchsichtig, weiss, braun oder auch grün sein bzw. viele Zwischentöne davon bilden. Die Härte der Apatite liegt mit einer Mohshärte von 5 im eher niedrigeren Bereich und bilden etwa die Grenze, an der man die Minerale gerade noch mit dem Messer ritzen kann. In der Mohs'schen Härteskala dienen sie auch als Refernzminerals des Härtegrades 5.

Im Schmuckbereich sind sie sehr wegen ihrer neongrünblauen Farben, wie sie auch die extrem teuren Paraiba-Turmaline aufweisen, sehr gefragt und sie können mit diesen auch leicht verwechselt werden. Durch die große Farbvielfalt wird er aber auch leicht mit anderen Schmucksteinen wie Berylle, Turmalin oder auch Peridot verwechselt. Daher auch der Name, der aus dem Griechischen stammt und übersetzt soviel wie "täuschen" bedeutet. Die Farbgebung der Apatite erfolgt durch die Beimengung bzw. Einlagerung fremder Stoffe während des Entstehungsprozesses.
Auffällig beim Apatit ist sein besonderer Glanz, der ihn von anderen Edelsteinen unterscheidet.

Beim Fassen der Apatite muss der Edelsteinfasser besondere Vorsicht walten lassen, da sie relativ spröde sind und bei unvorsichtigem Fassen zerbrechen können. Der Bruch sieht dann muschelig aus. Auch beim Schleifen der Edelsteine ist eine hohe Sorgfalt geboten, da die Steine leicht brechen bzw. zerspilttern können und auch das darauf folgende Polieren ist eine Arbeit für Könner.

Gefunden werden kann Apatit fast überall wie beispielsweise in Süd- und Mittelamerika (Brasilien, Mexiko), Kanada, Russland, China, Indien, Myanmar, Pakistan, Sri-Lanka und natürlich auch Madagaskar, das extrem reich an Edelsteinvorkommen ist und wo die besonders begehrten Paraiba-Farben gefunden werden.

 

 

Aquamarin

Achat
Der Aquamarin gehört, genau so wie Smaragd und Morganit, zu den Beryllen.

Die Farbgebung erfolgt durch Einlagerung von Eisen-Ionen und kann von sehr blass Blau, Blaugrün bis zu einem stark gesättigten Blau oder Blaugrün variieren. Die Kristalle kristallisieren hexagonal aus.
Der Name Aquamarin stammt aus dem Lateinischen, wobei "Aqua marina" Meerwasser bedeutet und auf die Farbe des Meeres, das ja auch alle Blau- und Blaugrüntöne einnehmen kann, hindeutet.

Aquamarine sind mit einer Mohshärte von 7.5 - 8 relativ hart und eignen sich hervorragend als Schmucksteine. Genau wie die anderen Beryllarten Morganit und Smaragd gehören Aquamarine zu den begehrteren Schmucksteinen und unterschieden sich beispielsweise von Topas durch einen ganz eigenen Glanz, den man nur bei Beryllen findet. 
Aquamarine findet man fast überall, bedeutende Vorkommen findet man aber vor allem in Brasilien, Afrika (Nigeria, Kenia, Mosambik) und auch in Madagaskar.

Besonders kräftig gefärbte Aquamarine stammen aus der Santa Maria Mine aus Brasilien, die auch Namensgeber für diese Aquamarine ist.

Leider werden Berylle schon seit weit über 100 Jahren synthetisch hergestellt und man findet diese Synthesen immer wieder zu extrem günstigen Preisen auf den bekannten Auktionsplattformen, wo sie meist von ausländischen Anbietern angeboten werden. Man sollte immer vorsichtig sein, wenn grosse und schön gefärbte blaue Aquamarine angeboten werden. Natürliche Aquamarine in guter Farbe sind selten und haben ihren Preis und können nicht für ein paar Euro angeboten werden. Die Schürfgebühren und der Aufwand in den Minen ist enorm und lassen keine günstigen Preise zu.
Zudem kann man als Laie nicht feststellen ob es sich um eine Synthese oder einen natürlichen Aquamarin handelt. Dies können auch diverse Testgeräte nicht erkennen. Man benötigt gute fundierte Kenntnisse und ein gut ausgestattetes Edelsteinlabor um die heute extrem gut gemachten, wertlosen, Syntehsen von natürlichen Steinen zu unterscheiden.

 

Opale 

Opal

Der Opal gehört zu den schönsten und aussergewöhnlichsten Edelsteinen, die zu finden sind:
jeder Opal hat sein ihm eigenes unverwechselbares Farbspiel und man findet keine zwei identischen Opale. 

Gemmologisch betrachtet besitzt der Opal nicht wie andere Edelsteine eine regelmässige Kristallstruktur (wie z.B. Diamanten), sondern eine amorphe Struktur, ähnlich wie Glas.
Er gehört zu den Oxiden und Hydroxiden und besteht aus hydratisiertem Kieselgel in das Wasser eingelagert ist. Der Wasseranteil liegt normalerweise bei 4 - 9%, kann aber auch mal bis zu 20% betragen.

Das bunte Schillern des Opals, Opalisieren genannt, entsteht durch Reflektion bzw. Interferenz (Überstrahlung des Lichtspektrums) an einzelnen Kieselgelkügelchen. Dadurch daß diese Kügelchen immer unterschiedlich angeordnet sind, entsteht auch das schier unendlich große Farbspiel bei Opalen.
Manche Opale weisen auch einzelne Farbfelder mit bunten „Flecken“ auf. Diese entstehen durch Bereiche, in denen sich die Kieselgelkügelchen in unterschiedlicher Größe und Anordnung befinden und das Licht an diesen Stellen entsprechend anders gebrochen wird.

Für Schmuck sind sie bedingt geeignet – als Anhänger oder Ohrringe sind Opale in der Regel unkompliziert tragbar, man sollte nur vermeiden sie in Kontakt mit anderen Flüssigkeiten zu bringen (Cremes, Haarspray, Meer/- oder Chlorwasser, etc.), da die poröse Struktur diese leicht aufnehmen und den Stein dauerhaft schädigen kann. In Ringen sollte sorgsam mit Opalen umgegangen werden und man sollte tunlichst vermeiden, sie anzustoßen oder fallen zu lassen.
Beherzigt man diese Vorsichtsmaßnahmen, hat man jedoch einen wunderschönen und einzigartigen Stein. Er ist eine echte Besonderheit, denn durch ihre individuelle Struktur und das komplexe Farbspiel gleicht kein Opal dem anderen und es handelt sich bei jedem um ein absolutes Einzelstück, das Sie in genau dieser Farbe und Form und mit genau diesem Farbspiel kein zweites Mal auf der Welt finden werden.

Opal-Vorkommen
Am bekanntesten dürften wohl die australischen Opale sein, deren herausragende Brillanz über die Grenzen hinaus bekannt ist. Besonders hervorzuheben ist hierbei wohl Südaustralien (z.B. Coober Pedy), wo überwiegend helle Opale gefördert werden. In Lightning Ridge werden hauptsächlich schwarze Opale gefunden. Aber auch in Mexiko, Brasilien, Afrika, Indonesien, den USA und Peru werden Opale abgebaut.

Die australischen Opale bestehen meist aus einer relativ dünnen Opalkristallschicht, die in Muttergestein, der sogenannten Matrix eingelagert sind. Beim Schleifen dieser Opale versucht der Schleifer den Schliff und die Politur der natürlichen Form des Fundstückes anzupassen und man erhält i.a. unregelmässig geformte Schmuckopale.
Man liest immer wieder, daß Opale in Wasser aufbewahrt werden sollen um die natürlichen Wassereinlagerungen zu erhalten oder aufzufrischen. Bei australischen Opalen kann man dies machen ohne dem Stein Schaden zuzufügen, es ist aber unter normalen Bedingungen bei uns nicht nötig.
Stellen Sie sich bitte vor: die Opale lagern über Jahrtausende in einem extrem trockenen Gebiet in Australien mit erheblicher Hitze. Wenn die Opale diese extremen Bedingungen über diese lange Zeit ausgestanden haben, so überstehen sie Bedingungen bei uns, mit gemässigtem Klima und einer durchschnittlichen Luftfeuchte von 70% im Sommer bis 85% im Winter ohne weiteres und allein diese hohe Luftfeuchte sollte ein "Austrocknen" des Opals verhindern.

Boulderopale sind Geröllblöcke aus Eisenstein (= Ton und Limonit), in deren Ritzen und Spalten Opalsubstanz eingelagert ist und die durch ein einzigartiges Erscheinungsbild bestechen. Man unterscheidet hier außerdem noch Matrixopale, deren Opalsubstanz nicht flächig oder in Adern (wie bei den Boulderopalen) im Gestein lagert, sondern in vielen kleinen Partikelchen, die den ganzen Stein bunt glitzern und funkeln lassen.

Eine weitere Besonderheit stellt der mexikanische Feueropal dar, der mit seiner roten Körperfarbe bereits optisch einen ganz anderen Eindruck hinterlässt als der klassische weiße Opal. Oftmals weisen Feueropale kein Farbspiel auf und überzeugen lediglich durch ihre tiefe rote bis orange Färbung. Ein Feueropal mit gutem Farbspiel stellt eine echte Seltenheit dar und kann dementsprechend auch sehr hohe Preise erzielen.


In den vergangenen Jahren haben afrikanische Welo-Opale den Markt erobert. Diese Opale werden in Äthiopien in der Provinz Welo oder auch Wello gefunden, von der sie ihren Namen haben. Diese Opale sind in der Regel alle reine Kristallopale, d.h. es handelt sich um keine kleineren Opaladern oder Opalflächen, die in Matrix eingebunden sind, sondern um reine grosse Kristalle ohne Muttergestein.
Das Farbspiel bei diesen Opalen ist durchweg aussergewöhnlich schön und dadurch, daß es sich um reine Kristalle handelt, eröffnen sich beim Schliff und der Schmuckgestaltung Möglichkeiten, wie man sie nur von anderen Edelsteinen kennt: man kann die Opale als Cabochons mit runder Oberfläche schleifen und sogar als facettierte Opale, wie man es normalerweise nur von anderen Edelsteinen kennt.
Welo-Opale entfalten ihr volles Farbspiel bei gutem Licht und schimmern je nach Art der Lichtquelle immer in anderen Farbtönen. bei Sonnenlicht wirken sie ganz anderes als bei Kunstlicht und faszinieren durch ihre Farbenpracht immer wieder aufs Neue.
Man sollte beachten, daß Welo Opale nicht in Wasser aufbewahrt werden sollten, wie dies manchmal bei australischen Opalen empfohlen wird. Die Welo-Opale können ihre Leuchtkraft verlieren.

Ebenfalls hervorzuheben wäre der Andenopal, der in Peru gefunden wird. Er opalisiert niemals und ist in verschiedenen Farben anzutreffen. Am bekanntesten sind wohl die blauen und rosa Varianten, aber auch grünliche oder grün-blaue Steine (bis hin zu türkis) sind möglich.

Opal Dubletten bestehen aus einer (sehr dünnen) Schicht Opal, die zum Schutz auf ein dunkles Unterteil (meist nicht opalisierendes Opalgestein oder Onyx) aufgebracht wird. Es handelt sich hierbei um echten Opal, der aufgrund seiner vielleicht sehr dünnen Beschaffenheit im Muttergestein nur sehr dünn als Plättchen ausgeschliffen werden kann. Damit er nicht bricht und um die Farben besser in Kontrast zu setzen, wird dieser von hinten quasi „verstärkt“.

Bei Opal Tripletten wird zusätzlich zum Schutz von oben ebenfalls eine widerstandsfähige, transparente Schicht aufgebracht. Hierbei handelt es sich meist um Bergkristall, Glas oder Acrylharz. Durch die zusätzliche Schicht gewinnt der Opal oft nochmals an Brillanz und er kann auch bedenkenlos in Schmuck getragen werden, da der eigentliche Opal von allen Seiten geschützt ist.

Bitte beachten Sie, daß Opale ihr volles Farbspiel am Besten bei Sonnenlicht zeigen !

 

Rubine

Rubin

Der Rubin gehört genau so wie die Saphire zur Gruppe der Korunde.
Chemisch gesehen handelt es sich bei Korunden um kristallisiertes Aluminiumoxid. In dieses Aluminiumoxid-Kristallgitter können verschiedene Fremdelemente eingelagert sein wie beispielsweise Chrom, Kobalt, Eisen, Titan, oder Chrom. Die rote Farbe des Rubins beruht auf Einlagerungen von Chrom und kann von blassrot bis dunkelrot reichen. Alle anderen Farbvarietäten des Korunds werden als Saphir bezeichnet.
Die Mohshärte des Rubins, genau wie des Saphirs, liegt bei 9 und er ist damit nach dem Diamanten das zweithärteste Mineral und somit fast komplett unempfindlich gegen äussere Einflüsse und Abnutzung.

Bis ins 18. Jahrhundert wurden fast immer alle roten Edelsteine unter dem Begriff Rubin gehandelt, da aufgrund fehlender gemmologischer Kenntnisse und Geräte eine Unterscheidung von Rubin, Granat oder auch Spinell fast unmöglich war.

Der Wert eines Rubins wird außer der Größe sehr stark von der Reinheit und einer tiefroten Farbe bestimmt. Je klarer und je intensiver das Rot ist, desto teurer ist der Stein.Das begehrte Taubenblutrot hat einen Hauch Violett im Rot und gibt dem Rubin eine unvergleichliche und auch unverwechselbare Farbe.

Man schätzt, daß inzwischen 98% !!! aller im Markt befindlichen Rubine in irgendeiner Art und Weise behandelt sind. Oft wird die Farbe durch Brennen intensiviert oder die Steine sind reinheitsverbessert. Dadurch können Rubine in sehr klarer und sehr schöner Farbe zu relativ günstigen Preisen angeboten werden.

Teilweise sind in den Rubinkristallen parallel angeordnete Rutilkristalle eingelagert. Diese Rubine sind grösstenteils lichtundurchlässig (opak), aber durch die Anordnung der Rutilnadeln erscheint bei punktfürmiger Belechtung ein Stern auf der Oberfläche. Diese Rubine werden als Sternrubine im Handel angeboten und bezaubern durch diese ungewöhnliche Sternbildung.

Rubine kommen fast auf allen Kontinenten vor wie beispielsweise Asien (Sri Lanka, Mynamar  - das ehemalige Burma -, Kambodscha, Indien, Thailand, Vietnam, Pakistan) oder Afrika (Madagaskar, Mosambik, Tansania, Nigeria).
Burma Rubine gehören auf Grund ihrer herausragenden Qualität zu den weltweit begehrtesten Rubinen überhaupt. In Burma (dem heutigen Myanmar) werden aber nicht nur Rubine gefunden, sondern auch andere sehr hochwertige Edelsteine wie z.B. Saphire. Ein Top-Rubin kann dabei schon  mal wesentlich teurer sein als ein Diamant mit vergleichbarem Gewicht.

Eine der größten und auch gesuchtesten Fundstätten ist Mogok, ein Tal im Norden Zentralburmas. Hier werden aussergewöhnlich gute Rubine gefunden, die zumeist auch nicht behandelt (erhitzt) werden, um ihr brillantes Rot zu erhalten. Wenn man bedenkt, daß inzwischen etwa 98% aller Rubine erhitzt werden, so stellen die unbehandelten Rubine aus Burma sehr seltene und gesuchte Raritäten im Edelsteinmarkt dar.

 

Saphire

Saphir


Der Saphir bildet mit den Rubinen die Mineralgruppe der Korunde, die nach dem Diamanten mit einer Mohshärte von 9 der zweithärteste Edelstein sind. Aufgrund dieser Härte und somit auch Unempfindlichkeit gegen äussere Einflüsse ist der Saphir hervorragend zur Schmuckverarbeitug geeignet und übersteht problemlos Jahrzehnte oder ganze Generationen ohne irgendwelche Beschädigungen oder Abnutzungen
.
Prinzipiell handelt es sich chemisch gesehen um ein Aluminiumoxid, das im trigonalen Kristallsytem prismatische, sechsseitige Kristalle ausbildet. Aussergewöhnlich bei Korunden ist deren hohe Wärmeleitfähigkeit, die nur sehr wenige andere Edelsteine aufweisen. Saphir ist auch sehr wärmestabil und kann bei der Verarbeitung durch den Goldschmied problemlos auf mehrere hundert Grad erwärmt werden ohne daß es zu Veränderungen oder gar einer Zerstörung des Edelsteins kommt.

Üblicherweise sind heutzutage fast alle Saphire erhitzt, so daß die Farbe stärker zur Geltung kommt. Bei diesem Erhitzen wandeln sich eingeschlossene Fremd-Ionen im Kristallgitter um und so ergibt sich eine intensivere Farbe. Unbehandelte Saphire mit kräftigem Blau sind relativ selten und dementsprechend gesucht. 
Saphire gehören zu den Steinen, die in den vergangenen Jahren stetig im Preis gestiegen sind und eine gute Kapitalanlage bilden. Gerade unbehandelte oder grössere Saphire werden immer seltener.

Klassisch sind Saphire als blaue Saphire bekannt, jedoch können Saphire. fast genau so wie Turmalline, auch alle anderen Farben haben wie weiss, schwarz, grün, gelb, rot, orange und auch alle Farbtöne dazwischen. Am begehrtesten sind die leuchtend blauen kornblumen- oder kashmiblauen Saphire, aber auch der Padparadsha-Saphir in pink-orange-roter Farbe gehört zu den gesuchtesten und teuersten Edelsteinen, 

Teilweise können in den Saphirkristallen auch Rutilnadeln ausgebildet sein, die bei punktförmiger Beleuchtung für einen Sterneffekt, den sogenannten Asterismus, sorgen. Diese Saphire werden dann als Sternsaphire angeboten.

Saphire werden weltweit gefunden. Grössere Lagerstätten sind in Sri Lanka, Thailand, Indien, Madagaskar und Australien. Aber auch in vielen anderen Ländern wie beispielweise den USA wird heute Saphir gefördert.
__________________________________________________________________________________________

 


* Diamanten:
Der Diamant ist ein Zeichen von Treue und in vielen Ehe- oder Verlobungsringen zu finden. Vielen Menschen gibt dieser Ring Halt und Kraft, doch ist
der Diamant einer jener Edelsteine mit heilender Wirkung auf den Körper. Er kann die Nerven stärken und kann Herz bzw. Hirn unterstützen. Er wird als Heilstein dann empfohlen, wenn sich jemand beispielsweise von einem Schlaganfall erholt, da er in diesem Fall eine positive Wirkung haben kann. Der Diamant kann auch bei allgemeinen Schmerzen helfen und unterstützend bei der Entgiftung sein. Dabei macht es nicht die Größe des Diamanten aus, bereits ein kleiner Stein kann eine große Wirkung haben.

* Fluorit:

Der Fluorit ist ebenfalls einer der Edelsteine mit heilender Wirkung, der sogar häufig angewandt wird. Dabei ist es egal, in welcher Form der Fluorit Anwendung findet, wirkungsvoll kann sowohl das Minerals als auch ein Trommelstein sein. Bereits bei Hautkontakt kann ein angenehmes Gefühl aufkommen und er ist ein klassischer Stein, der die Konzentration fördern soll.
 
Oft wird er sogar Kindern gegeben, denen er in der Schule helfen soll, sich besser zu konzentrieren. Er soll nicht nur die Gedanken sortieren, sondern auch dabei helfen einen Ordnungssinn zu entwickeln, dass allerdings in einem vernünftigen Rahmen. Viele kennen Fluorit auch als wichtiges Mineral für Zähne und Knochen. Auch bei sich getragen als Stein, kann er sich auf diese Bereiche positiv auswirken und bei Heilungsprozessen unterstützen.
 
* Türkis:
Der Türkis ist ein Heilstein, der bereits optisch eine gewisse Faszination ausstrahlt. Der Türkis kann sich vor allem positiv auf die Psyche auswirken, denn ihm wird ein schützender Effekt zugeschrieben. Er soll helfen, wenn sich Gefahren ankündigen und vor schlechten Einflüssen schützen. Er wird gerne dann empfohlen, wenn Menschen bei Depressionen neuen Mut benötigen. Er fördert aber auch die Selbstreflexion und das Bewusstsein, dass jeder Mensch für sein eigenes Glück verantwortlich ist. Daher wird er auch gerne verwendet, wenn es darum geht, neue berufliche Wege zu gehen, da er bei der notwendigen Ausdauer unterstützen und bei der Kommunikation helfen kann.

* Topas:
In der Liste der Heilsteine ist
der Topas ein Allrounder. Er kann ein ausgeglichenes Gefühlsleben begünstigen und bei Verwendung auch bei der Selbstverwirklichung helfen. Vor allem wenn auf dem Weg zur Selbstverwirklichung die Nervosität immer wieder einen Strich durch die Rechnung hat. Der Topas ist auch universell für Chakren eingesetzt werden. Auch bei Hildegard von Bingen war der Topas einer jener Edelsteine mit heilender Wirkung, der häufig verwendet wurde. Er wurde bei unterschiedlichen Arten von Fieber in Wein gereicht. Dazu empfahl Hildegard etwas Wein zu trinken und den Stein für mehrere Stunden in den Mund zu nehmen.

* Smaragd:
Smaragde lassen nicht nur das Herz so mancher Frau höherschlagen, der grüne Stein wird ebenfalls bei Hildegard von Bingen verwendet. Edelsteine mit heilender Wirkung haben oft auch eine intensive Farbe und das Grün vom Smaragd wird mit dem Grün der Natur verbunden und steht für Kraft. Bei Hildegard wird er deshalb als Mittel bei allen Krankheiten empfohlen, die auch mit Schwächen verbunden waren.
 
Das Grün sollte wieder neue Kraft geben und den Genesungsprozess unterstützen. Heilsteine haben aber vor allem auf die Psyche eine positive Wirkung und so kann auch
der Smaragd eine positive Wirkung auf den Geist haben. Das Grün steht für Schönheit und Harmonie, allerdings auch für den Sinn von Gerechtigkeit. Daher wird er auch gerne verwendet, wenn es darum geht, Konflikte zu lösen oder Entscheidungen treffen zu müssen.
 
* Perlen:
Edelsteine mit heilender Wirkung müssen nicht zwingend in der Erde entstanden sein, das gilt auch für die Perle, einem ganz besonderen Stein. Obwohl die Perle ein organisches Produkt ist, handelt es sich chemisch gesehen um Ablagerungen von Kalk. Viele kennen die Perle nur in perfekter runder Form, doch gibt es deutlich häufiger unförmige Perlen. In Bezug auf die Sternzeichen ist die Perle natürlich den Wasserzeichen wie Fisch oder Krebs zugeordnet. Allerdings auch dem Steinbock, was auch mit der Kraft verbunden ist, die die Perle ausstrahlt. Perlen wird auch ein heilender Effekt zugeschrieben, sie werden gerne auf Stellen aufgelegt, die beispielsweise von einer Allergie betroffen ist. Daneben soll die Perle bei unterschiedliche Problemen mit dem Verdauungstrakt helfen.
 

* Bernstein:
Dem Bernstein haftet eine besondere Wirkung an, was alleine schon begründet ist, durch seine Entstehung. Das versteinerte Harz kann auf der ganzen Welt vorkommen und zudem sind darin Informationen oft aus Millionen von Jahren gespeichert. Manchmal finden sich im Bernstein sogar versteinerte Insekten aus Urzeiten. Diese Energie aus so vielen Jahrhunderten soll beim Tragen auch auf den Träger übergehen. Er soll die Kreativität positiv beeinflussen, was etwa bei der Umsetzung von Projekten sehr hilfreich sein kann. Vor allem bei Frauen gilt der Bernstein als Geheimtipp bei Beschwerden während der Menstruation, denn auf den Bauch aufgelegt, soll er Schmerzen lindern.