Karneol kommt weltweit vor, doch einige Regionen prägen ihn: Indien mit seiner uralten Brenn-Tradition, Brasilien und Uruguay mit großen Vorkommen.
Indien – die historische Quelle
Indien (besonders Gujarat) ist seit der Antike eine Hauptquelle für Karneol. Hier entwickelte sich die Kunst, Rohsteine der Sonnenhitze auszusetzen, um das Eisenhydroxid in rotes Eisenoxid umzuwandeln – die begehrte rote Farbe. Indischer Karneol prägt den Handel bis heute.
- Indien (Gujarat): historische Quelle, Brenn-Tradition
- Brasilien: große Vorkommen, oft in Achat-Lagerstätten
- Uruguay: bedeutende Chalcedon/Achat-Region
- Madagaskar: reichlich Material
- weitere: Deutschland, USA, Südafrika u.a.
Brasilien und Uruguay
Die großen Mengen für den heutigen Markt liefern Brasilien und Uruguay – dieselben Regionen, die auch für Achat berühmt sind. Das ist kein Zufall: Karneol und Achat entstehen im selben geologischen Umfeld, und viele Karneole werden aus dortigem Achat gebrannt.
Entstehung im Vulkangestein
Karneol bildet sich in Hohlräumen vulkanischer Gesteine: Kieselsäurereiche Lösungen dringen ein, nehmen Eisenoxid auf und lagern schichtweise Chalcedon ab. Über lange Zeit verfestigt sich das Material zu den charakteristischen Knollen und Bändern.
Auch in Deutschland
Karneol ist an rund 120 Fundorten nachgewiesen – auch in Deutschland (u.a. Schwarzwald, Fichtelgebirge, Saarland). Diese Vorkommen sind mineralogisch interessant, spielen für den Schmuckmarkt aber eine untergeordnete Rolle: Karneol Preis.
Häufige Fragen
Fazit
Karneol stammt vor allem aus Indien, Brasilien und Uruguay – denselben Regionen wie Achat. Das erklärt, warum so viele Karneole gebrannte Achate sind.