Die Herkunftsgeschichte des Prasioliths ist ungewöhnlich: In der Natur kommt grüner Quarz dieser Art nur an wenigen Orten vor. Fast der gesamte Prasiolith auf dem Weltmarkt entsteht jedoch durch gezieltes Erhitzen bestimmter Amethyste – vor allem aus Brasilien.
Prasiolith aus Brasilien – Montezuma als Hauptquelle
Die wichtigste Quelle für Prasiolith-Rohmaterial ist die Region Montezuma im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais. Der dort abgebaute Amethyst hat eine besondere chemische Zusammensetzung – beim Erhitzen auf 400–500 °C entsteht kein Citrin, sondern das charakteristische Grün des Prasioliths. Diese Eigenschaft ist nicht bei allen Amethysten gegeben; der Montezuma-Amethyst ist eine der wenigen Varietäten weltweit, die zuverlässig zu qualitativ hochwertigem Prasiolith werden.
Natürliches Vorkommen – selten und besonders
Natürlicher Prasiolith – also grüner Quarz, der ohne thermische Behandlung aus dem Boden kommt – ist sehr selten. Die bekanntesten natürlichen Fundorte:
Behandelter vs. natürlicher Prasiolith kaufen
Gemmologisch ist die Unterscheidung zwischen natürlichem und behandeltem Prasiolith möglich, im Handel aber selten relevant – da natürlicher Prasiolith kaum in nutzbaren Mengen vorkommt. Der überwiegende Teil des Weltmarkts ist behandelter brasilianischer Amethyst. Das ist gängige Praxis und wird im seriösen Handel als solches deklariert. Wer natürlichen Prasiolith sucht, bewegt sich im Sammlersegment.
Fazit
Prasiolith aus Montezuma (Brasilien) ist die Grundlage des gesamten Weltmarkts. Natürliches Vorkommen aus Polen oder Kanada sind gemmologische Raritäten ohne kommerzielle Bedeutung. Wer Prasiolith kauft, kauft in aller Regel gezielt behandelten brasilianischen Amethyst – und das ist vollkommen in Ordnung.