Edelsteine-24 – Sphen kaufen

Sphen Lexikon

Sphen Qualität – Doppelbrechung, Mohshärte und Schliffanforderungen

Sphen ist ein anspruchsvolles Material – für Schleifer und für Käufer. Seine außergewöhnlichen optischen Eigenschaften stellen hohe Anforderungen an den Schliff; seine geringe Härte erfordert Sorgfalt beim Tragen.

Starke Doppelbrechung – Herausforderung und Merkmal

Mit einer Doppelbrechung von 0,100–0,135 gehört Sphen zu den Mineralien mit der stärksten Doppelbrechung überhaupt. Das bedeutet: Ein einfallender Lichtstrahl wird im Stein in zwei Strahlen aufgespalten, die leicht versetzt austreten. Bei schlecht ausgerichtetem Schliff ist das als Unschärfe an den Rückkanten der Facetten sichtbar – die Kanten erscheinen gedoppelt. Ein erfahrener Schleifer richtet den Stein so aus, dass diese Doppelbrechung minimiert wird und das Feuer maximiert. Die Qualität des Schliffs ist bei Sphen daher wichtiger als bei den meisten anderen Edelsteinen.

Mohshärte 5–5,5 – weich für einen Edelstein

Mit einer Mohshärte von 5–5,5 ist Sphen deutlich weicher als die meisten Schmucksteine. Quarz (Mohs 7), der in jedem Hausstaub vorkommt, kann Sphen verkratzen. Das bedeutet: Für Ringe im täglichen Einsatz ist Sphen nicht geeignet. Für Anhänger, Ohrringe, Broschen und gelegentlichen Einsatz ist er hingegen ein außergewöhnlicher Schmuckstein. Als Sammelstein spielt die Härte keine Rolle.

Qualitätskriterien für Sphen im Überblick

KriteriumIdealAkzeptabel
FarbintensitätSatt, gleichmäßig, lebendiges Grün oder HonigMittlere Sättigung, leichte Farbzonen
TransparenzKlar bis leicht eingeschlossen; Feuer sichtbarLeichte Trübungen, Einschlüsse nicht störend
SchliffqualitätAchsengerecht, Doppelbrechung minimiert, scharfe FacettenLeichte Doppelbrechungsspur sichtbar
FeuerGut sichtbares Farbenspiel unter direktem LichtFeuer nur unter starkem Licht erkennbar
ReinheitAugenrein oder geringe EinschlüsseSichtbare Einschlüsse, die Feuer nicht blockieren

Pleochroismus – die Farbvielfalt im selben Stein

Sphen zeigt einen ausgeprägten Pleochroismus: Je nach Betrachtungswinkel erscheint derselbe Stein in verschiedenen Farbtönen – von Gelbgrün über Olivgrün bis zu orangebraunen Nuancen. Dieses Phänomen ist ein Echtheitsmerkmal und wird von einem guten Schleifer genutzt, indem er den optimalen Winkel für die Hauptfarbe wählt.

Echtheitsprüfung: Die starke Doppelbrechung des Sphens ist ein zuverlässiges Echtheitsmerkmal. Wer mit einer Lupe von der Seite durch den Stein schaut, sieht bei echtem Sphen die Rückkanten der Facetten leicht gedoppelt. Zudem zeigt der ausgeprägte Pleochroismus (Farbwechsel je nach Winkel) keine Entsprechung in Imitaten. Alle Sphen bei Edelsteine-24 kommen mit Echtheitszertifikat.

Fazit: Sphen Qualität

Schliffqualität ist bei Sphen entscheidender als bei fast allen anderen Edelsteinen – wegen der starken Doppelbrechung. Mohshärte 5–5,5 schränkt die Ringeignung ein. Feuer, Farbe und Transparenz bestimmen den Wert. Pleochroismus und Doppelbrechung sind Echtheitsindikatoren.