Edelsteine-World – Aquamarine und Edelsteine

Aquamarin Lexikon

Aquamarin Farbe – von Himmelblau bis Meeresblau

Das Blau des Aquamarins ist einzigartig unter den Edelsteinen – klar, transparent, von einer Tiefe wie das offene Meer. Doch nicht jedes Blau ist gleich, und die Nuancen zwischen einem blassen Himmelblau und einem intensiven Santa-Maria-Ton sind erheblich.

Wie entsteht die Farbe?

Die blaue Farbe des Aquamarins entsteht durch zweiwertiges Eisen (Fe²⁺) im Beryll-Kristallgitter. Dieses absorbiert rotes Licht und lässt blaues Licht durch. Zusätzlich vorhandenes dreiwertiges Eisen (Fe³⁺) erzeugt einen gelblichen Farbstich – der durch Wärmebehandlung reduziert werden kann, da Fe³⁺ bei Hitze in Fe²⁺ umgewandelt wird. Das Ergebnis: ein reineres, klareres Blau.

Die Farbskala des Aquamarins

Sehr hell – blass
Hellblau
Mittelblau
Meeresblau
Santa Maria
Blaugrün

Was mindert die Farbqualität?

Santa Maria – die Königsfarbe

Der Begriff „Santa Maria" bezeichnet die intensivste und reinste Blauqualität beim Aquamarin – benannt nach der Santa-Maria-Mine im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais. Santa-Maria-Aquamarine zeigen ein tiefes, gesättigtes Blau ohne jeden Grün- oder Grauanteil, das auch im Kunstlicht lebendig bleibt. Mehr dazu auf der Seite Santa Maria Aquamarin.

Farbe im Kunstlicht vs. Tageslicht

Aquamarine verhalten sich im Licht sehr stabil – kein Farbwechsel wie beim Alexandrit. Allerdings wirken blasse Steine unter Kunstlicht noch matter als im Tageslicht. Intensivere Blautöne halten ihre Farbe unter allen Lichtverhältnissen gut. Ein guter Test: Den Stein bei schwachem Kunstlicht beurteilen – zeigt er noch Lebendigkeit, ist er wirklich gut.

Fazit

Die Farbe entscheidet beim Aquamarin über alles. Ein reines, mittleres bis intensives Blau ohne Grün- oder Grauanteil ist das Ziel – und je näher es dem Santa-Maria-Ideal kommt, desto wertvoller. Ein Grünstich lässt sich durch Erhitzen oft verbessern, ein Grauschleier dagegen nicht.