Edelsteine-24 – Bernstein kaufen

Bernstein Lexikon

Bernstein Qualität – Echtheit prüfen und Fälschungen erkennen

Bernstein ist eines der am häufigsten gefälschten Naturmaterialien überhaupt. Wer weiß, wie echter Bernstein aussieht, riecht und sich verhält, ist auf der sicheren Seite.

Warum Bernstein so oft gefälscht wird

Bernstein ist weich, leicht zu bearbeiten und optisch gut imitierbar – das macht ihn zur idealen Zielscheibe für Fälscher. Die häufigsten Imitate sind Kunstharz (Bakelit, Epoxid), Kopal (junges, nicht vollständig fossilisiertes Harz) und Glas. Besonders bei Bernstein mit Insekteneinschlüssen ist Vorsicht geboten: Eingeschlossene Tiere lassen sich in Kunstharz injizieren oder einbetten – das Ergebnis sieht auf den ersten Blick täuschend echt aus.

Echtheitsprüfungen im Überblick

Kopal – der häufigste Irrtum

Kopal ist kein Fälschat im engeren Sinne – es ist echtes, natürliches Harz, aber noch nicht vollständig fossilisiert. Kopal ist meist nur wenige hundert bis einige tausend Jahre alt und hat noch nicht die chemische Umwandlung durchlaufen, die echten Bernstein ausmacht. Auch in Kopal können echte Insekten eingeschlossen sein – aber es handelt sich eben nicht um Fossil-Material im eigentlichen Sinne. Der Wert von Kopal liegt deutlich unter dem echten Bernsteins. Die Unterscheidung ist für Laien schwierig; ein Zertifikat schafft Klarheit.

Qualitätskriterien bei Bernstein mit Einschlüssen

KriteriumIdealWeniger wertvoll
Klarheit des BernsteinsTransparent, wenig TrübungenStark getrübt, milchig
Sichtbarkeit des EinschlussesKlar sichtbar, gut beleuchtetHalb verdeckt, schwer erkennbar
Erhaltung des TieresVollständig, Details erkennbarFragmentarisch, zerfallen
Risse & BrücheKeine oder wenigeViele Risse um den Einschluss
Anzahl EinschlüsseMehrere erkennbare TiereNur ein schlecht erhaltenes Tier

Fazit: Bernstein-Qualität

Salzwassertest, UV-Licht und Geruch sind einfache Echtheitschecks. Bei Einschluss-Bernstein immer auf ein Zertifikat bestehen – die Fälschungsrate ist real. Klares Material, gut sichtbare und vollständig erhaltene Tiere in möglichst großer Zahl sind das Qualitätsideal.