Der Citrin ist weltweit verbreitet – aber die Qualitätsunterschiede je nach Herkunft sind erheblich. Brasilien dominiert mengenmäßig, Spanien liefert historisch besonders begehrte Stücke, und Madagaskar etabliert sich als neue Qualitätsquelle.
Citrin aus Brasilien – der weltgrößte Produzent
Brasilien ist die mit Abstand wichtigste Quelle für Citrin kaufen. Die bedeutendsten Vorkommen liegen im Bundesstaat Rio Grande do Sul – derselben Region, die auch den größten Teil des Amethysts liefert. Das ist kein Zufall: Der meiste brasilianische Citrin entsteht durch gezieltes Erhitzen von Amethyst aus dieser Region. Die Steine zeigen je nach Brenntemperatur helles Goldgelb bis tiefes Madeira-Orange.
Citrin aus Spanien – Consuegra und die Geschichte
Die Region Consuegra in Castilla-La Mancha gilt als Quelle für einige der historisch begehrtesten natürlichen Citrine. Spanische Citrine haben eine eigene Tradition auf dem europäischen Edelsteinmarkt und werden gelegentlich noch als Sammlerstücke gehandelt. Heute ist der kommerzielle Abbau weitgehend zum Erliegen gekommen.
Citrin aus Madagaskar
Madagaskar ist in den letzten Jahrzehnten zu einer wichtigen Quelle für hochwertige Citrine aufgestiegen. Die Steine zeigen oft ein besonders klares, intensives Goldgelb bis Orangegelb – mit guter Transparenz und wenigen Einschlüssen. Madagassische Citrine werden zunehmend im Premium-Segment gehandelt.
Weitere Herkunftsländer
Fazit: Citrin Herkunft – worauf kommt es an?
Brasilien für Masse und Vielfalt, Madagaskar für klare Premiumqualität, Spanien für historische Sammlerstücke. Die Herkunft ist beim Citrin ein Qualitätsindikator – aber weniger entscheidend als der resultierende Farbton. Ein Madagaskar-Citrin mit intensivem Madeira-Orange ist wertvoller als ein brasilianischer mit blassem Goldgelb.