Der Citrin ist die goldgelbe Varietät des Quarzes – warm, klar und von einer sonnigen Direktheit, die kaum ein anderer Edelstein erreicht. Sein Name kommt vom lateinischen citrus – Zitrone. Von frischem Zitronengelb bis zu warmem Madeira-Orangebraun bietet Citrin ein Farbspektrum, das für jeden Anspruch das Richtige hält.
Was ist Citrin?
Citrin ist eine goldgelbe Varietät des Quarzes (SiO₂). Die Farbe entsteht durch Eisen (Fe³⁺) im Kristallgitter – denselben Farbgeber wie beim Amethyst, nur in anderer Konfiguration. Mit einer Mohs-Härte von 7 ist Citrin robust genug für alle Schmuckanwendungen, von Natur aus sehr einschlussfrei und in großen Formaten problemlos verfügbar.
Die Citrin-Sorten im Überblick
Kurzprofil Citrin
| Eigenschaft | Citrin |
|---|---|
| Mineral | Quarz (SiO₂) – goldgelbe Varietät |
| Farbe | Zitronengelb, Goldgelb, Orangegelb, Madeira-Orangebraun |
| Mohs-Härte | 7 |
| Farbgeber | Eisen (Fe³⁺) im Quarzgitter |
| Wichtigste Herkunft | Brasilien, Spanien (Consuegra), Madagaskar |
| Behandlung | Meist thermisch behandelter Amethyst oder Rauchquarz |
| Geburtsstein | November |
| Bekannte Sorten | Madeira Citrin, Lemon Citrin, Palmeira Citrin |
Citrin und die Quarzfamilie
Citrin und Amethyst sind mineralogische Geschwister: Beide sind Quarz, beide färbt Eisen. Wird Amethyst auf 400–500 °C erhitzt, entsteht je nach Ausgangsmaterial entweder Citrin oder Prasiolith. Der bikolore Ametrin vereint Violett und Goldgelb in einem einzigen Kristall.
Fazit
Citrin ist der sonnigste unter den Quarzen – zugänglich, einschlussfrei und in einem Farbspektrum von frischem Zitronengelb bis warmem Madeira-Orangebraun. Dieses Lexikon führt durch alle Sorten, Qualitätsstufen und Kaufkriterien: von der Farbskala bis zum fertigen Schmuckstück.