Edelsteine-24 – Lapislazuli kaufen

Lapislazuli Lexikon

Lapislazuli Geschichte – das teuerste Blau der Kunstgeschichte

Kein anderer Edelstein hat so tiefe Spuren in der Kunst- und Kulturgeschichte der Menschheit hinterlassen wie Lapislazuli. Er war Pharaonenschmuck, Götterfarbe, Statussymbol – und das teuerste Pigment, das Maler der Renaissance bezahlen konnten.

Mesopotamien und Ägypten – die ersten 4000 Jahre

Archäologische Funde belegen die Nutzung von Lapislazuli aus den Minen von Sar-e-Sang seit mindestens 4000 v. Chr. in Mesopotamien und Ägypten. In den Königsgräbern von Ur (ca. 2600 v. Chr.) wurden Lapislazuli-Objekte von außergewöhnlicher Qualität gefunden. Im alten Ägypten galt Lapislazuli als heilig – er war dem Himmelsgott zugeordnet und wurde in Amuletten, Skarabäen und Götterstatuen verwendet. Das berühmteste Beispiel: Der Totenmaske des Pharaos Tutanchamun (ca. 1323 v. Chr.) sind Lapislazuli-Einlagen in Augenbrauen und Augenlidern eingearbeitet.

Die Seidenstraße des Lapislazuli

Lapislazuli war eines der ersten internationalen Handelsgüter der Menschheitsgeschichte. Von Afghanistan aus gelangte er über Handelswege nach Mesopotamien, Ägypten, in den Indus-Raum und ins antike Griechenland. Die Handelswege für Lapislazuli sind älter als die historische Seidenstraße – sie sind gewissermaßen deren Vorläufer. Wo man Lapislazuli findet, kann man Handelskontakte zwischen Kulturen rekonstruieren, die ansonsten keine direkten historischen Verbindungen zeigen.

Ultramarin – die teuerste Farbe der Renaissance

Im Mittelalter und der Renaissance wurde Lapislazuli zu Ultramarin gemahlen – dem intensivsten und teuersten blauen Pigment, das die Malerei kannte. Der Name bedeutet „jenseits des Meeres" – eine Anspielung auf die weite Reise, die das Material von Afghanistan nach Europa zurücklegte. Ultramarin war so teuer, dass es Vertragsklauseln in Künstleraufträgen gab, die genau festlegten, wie viel davon verwendet werden durfte. Es war das Blau, das für die Gewänder der Madonna reserviert war – kein anderes Blau war würdig genug für die Gottesmutter. Vermeer, Raphael, Tizian – alle verwendeten Ultramarin für ihre wichtigsten Blautöne.

Das Ende der Monopolstellung – und die künstliche Alternative

1826 entwickelte der französische Chemiker Jean-Baptiste Guimet ein synthetisches Ultramarin – Ultramarinblau, das seither in der Malerei das natürliche Lapislazuli-Pigment weitgehend ersetzt hat. Die Farbe ist identisch; das Material ist günstig. Für die Edelsteinindustrie änderte sich dadurch nichts – echter Lapislazuli bleibt ein begehrter Schmuckstein. Aber die Monopolstellung des blauen Goldes aus den Hindukusch-Bergen hatte nach Jahrtausenden ein Ende. Alle Lapislazuli bei Edelsteine-24 stammen aus Afghanistan.

Fazit: Lapislazuli Geschichte

Kein anderer Edelstein hat so viele Epochen und Kulturen geprägt wie Lapislazuli. Von den Pharaonen über die Madonnen der Renaissance bis in die Gegenwart – das Königsblau aus den Bergen Afghanistans ist eines der dauerhaftesten Faszinationsobjekte der Menschheitsgeschichte.