Lapislazuli und Gold – diese Kombination ist so alt wie die menschliche Schmuckgeschichte. Seit 4000 Jahren werden diese beiden Materialien gemeinsam verarbeitet. Es ist kein Zufall: Das tiefe Blau und das warme Gold ergänzen sich auf eine Weise, die keine andere Stein-Metall-Kombination erreicht.
Gold – die klassische und natürlichste Kombination
Die goldenen Pyrit-Einschlüsse im Lapislazuli korrespondieren direkt mit Gelbgold – das Metall greift die Farbe des Steins auf und verstärkt sie. Diese Verbindung ist nicht nur ästhetisch überzeugend, sondern historisch tief verankert: In den Gräbern des ägyptischen Pharaos Tutanchamun, in mesopotamischen Königsinsignien und in byzantinischen Schmuckstücken wurde Lapislazuli fast ausschließlich in Gold gefasst. Wer Lapislazuli in Gelbgold fasst, steht in einer Tradition, die älter ist als die meisten europäischen Kulturen.
Eignung verschiedener Schmuckformen
| Schmuckform | Eignung | Hinweis |
|---|---|---|
| Anhänger | Ideal | Klassische Form; Farbe optimal sichtbar; kein Abrieb |
| Brosche | Ideal | Größere Cabochons entfalten volle Wirkung; historisch bevorzugte Form |
| Ohrstecker / Ohrhänger | Sehr gut | Cabochon ideal; keine starke Belastung |
| Ring | Mit Schutz | Mohshärte 5–6: schützende Zargenfassung; nicht täglich stoßen |
| Armband | Bedingt | Cabochon-Armbänder klassisch; Abrieb beachten |
Fassungsarten für Lapislazuli-Cabochons
- Zargenfassung (Bezel): Ideal für Lapislazuli – schützt den Rand des Steins, passt zu seiner ruhigen, flächigen Schönheit. Klassisch in Gold ausgeführt.
- Krappenfassung: Ermöglicht Seitenansicht des Steins; für dünne Cabochons weniger geeignet als für dicke Stücke.
- Pavé-Fassung: Lapislazuli als Zentrum, umgeben von kleinen Brillanten oder Granaten – erhöht die Wirkung des Blaus durch Kontrast.
Lapislazuli-Schmuck richtig pflegen
- Reinigung: Nur mit weichem, feuchtem Tuch – kein Ultraschall, kein Dampfreiniger, keine Reinigungsbäder
- Keine Säuren: Calcit reagiert auf Säuren (auch Schweiß) – Lapislazuli kann durch häufigen Hautkontakt langfristig matter werden
- Licht: Intensive UV-Strahlung kann die Farbe langfristig leicht aufhellen – nicht dauerhaft in direktem Sonnenlicht lagern
- Aufbewahrung: Getrennt von härteren Steinen; Lapislazuli kratzt leicht
- Imprägnierung: Wenn der Stein matt wird, kann er von einem Goldschmied leicht nachpoliert werden
Fazit: Lapislazuli Schmuck
Gelbgold ist die klassische, historisch tiefste und ästhetisch stimmigste Wahl. Zargenfassung schützt und passt zum Charakter des Steins. Kein Ultraschall, keine Säuren, getrennt aufbewahren. Ein Lapislazuli-Schmuckstück trägt 6000 Jahre Geschichte auf der Haut.