Der Rubin gehört zu den robustesten Edelsteinen überhaupt – pflegeleicht, aber nicht völlig anspruchslos. Mit ein paar einfachen Regeln bleibt Ihr Rubin über Generationen schön. Worauf es bei Reinigung, Behandlungsstatus und Aufbewahrung ankommt, lesen Sie hier.
Warum Rubin so pflegeleicht ist
Mit einer Mohshärte von 9 ist der Rubin nach dem Diamanten das härteste Mineral und damit extrem kratzfest. Er hat keine Spaltbarkeit, ist also nicht entlang bestimmter Ebenen leicht zu brechen, und verträgt Tageslicht und übliche Temperaturen problemlos. Für den Alltag bedeutet das: Ein Rubin ist deutlich unempfindlicher als viele andere Schmucksteine.
Rubin richtig reinigen
Für die meisten Rubine genügt die schonende Reinigung zu Hause:
- Lauwarmes Wasser mit etwas mildem Spülmittel
- Eine weiche Bürste (z. B. eine alte Zahnbürste), um Schmutz aus der Fassung zu lösen
- Mit klarem Wasser abspülen und mit einem weichen, fusselfreien Tuch trocknen
Diese Methode ist für unbehandelte und nur erhitzte Rubine unbedenklich und reicht in den allermeisten Fällen völlig aus.
Vorsicht bei behandelten Steinen
Mehr zu den verschiedenen Behandlungsarten und ihrer Bedeutung lesen Sie auf der Seite Rubin Qualität – Reinheit, Behandlung und Zertifikat.
Ultraschall und Dampfreiniger – ja oder nein?
Ein unbehandelter oder nur erhitzter Rubin verträgt Ultraschallreinigung in der Regel gut. Bei gefüllten, geölten oder stark rissigen Steinen sollte man auf Ultraschall und Dampf jedoch verzichten – die Vibration und Hitze können vorhandene Füllungen oder Risse verschlimmern. Im Zweifel gilt: lieber die sanfte Handreinigung wählen. Wenn Sie den Behandlungsstatus nicht kennen, fragen Sie beim Kauf nach oder lassen den Stein gemmologisch prüfen.
Aufbewahrung
So hart ein Rubin ist – er kann andere Steine zerkratzen und umgekehrt von Diamanten zerkratzt werden. Bewahren Sie Rubinschmuck daher einzeln auf, etwa in einem gefütterten Schmuckfach oder einem weichen Beutel. Rohe Rubinkristalle mit Muttergestein sollten besonders vorsichtig gelagert werden, da das Trägergestein viel weicher und empfindlicher ist als der Rubin selbst.
Beim Tragen beachten
Auch ein harter Stein profitiert von etwas Achtsamkeit: Schmuck vor groben Arbeiten, Sport und dem Kontakt mit Chemikalien (Putzmittel, Chlor, Kosmetik) ablegen. Ringe am besten erst nach dem Auftragen von Cremes und Parfum anlegen, damit sich keine Rückstände in der Fassung sammeln.
Fazit
Ein Rubin ist pflegeleicht: lauwarmes Wasser, mildes Spülmittel und eine weiche Bürste genügen. Vorsicht ist nur bei bleiglasgefüllten Steinen geboten – hier sind Ultraschall, Hitze und Chemikalien tabu. Einzeln aufbewahrt und mit etwas Achtsamkeit getragen, bleibt ein Rubin ein Leben lang schön.