Jünger als Bernstein, reicher an Einschlüssen: Kopal ist halbfossiles Baumharz mit oft spektakulären eingeschlossenen Insekten — bezahlbarer als Bernstein, optisch kaum zu unterscheiden.
- Mohs-Härte: 1,5–2,0
- Dichte: 1,03–1,10
- Brechungsindex: 1,540
- Herkunft: Madagaskar, Kolumbien, Neuseeland (Kauri), Ostafrika
- Seltenheit: Häufig
- Alter: Hunderte bis wenige tausend Jahre
- Löslichkeit: In Alkohol löslich (Unterschied zu Bernstein)
Kopal vs. Bernstein
| Eigenschaft | Kopal | Bernstein |
|---|---|---|
| Alter | Bis wenige tausend Jahre | Mindestens 2 Millionen Jahre |
| Polymerisierung | Unvollständig | Vollständig |
| Alkohol-Test | Löst sich / wird klebrig | Bleibt stabil |
| Preis | Deutlich günstiger | Teurer |
| Einschlüsse | Häufig, oft intakt | Seltener, meist fragmentiert |
Fundorte
Madagaskar ist der größte Kopal-Exporteur weltweit — das Harz der Trachylobium-Bäume liefert klare, goldgelbe Stücke mit häufigen Insekteneinschlüssen. Kolumbien (Bogotá-Kopal) ist bekannt für sehr klares, hellgelbliches Material. Neuseeland liefert Kauri-Kopal aus den Kauri-Bäumen.
Schmuck und Verwendung
Kopal wird wie Bernstein zu Perlen, Cabochons und Anhängern verarbeitet. Wichtig: Kopal ist empfindlicher als Bernstein, löst sich in Alkohol und reagiert auf Parfüm oder Nagellackentferner. Schmuck aus Kopal sollte entsprechend sorgsam behandelt werden.
