Rauchquarz ist mehr als ein Braun: Vom fast schwarzen Morion bis zum gelbbraunen Cairngorm reicht das Spektrum – und dahinter steht eine ungewöhnliche Farbentstehung.
Wie die Farbe entsteht
Die braune Farbe des Rauchquarzes ist ein Ergebnis von Strahlung, nicht von Fremdstoffen. Trifft natürliche Gammastrahlung (aus umgebenden radioaktiven Mineralen) über Jahrmillionen auf Aluminium-Einlagerungen im Quarzgitter, entstehen sogenannte Farbzentren – Gitterdefekte, die das Licht so absorbieren, dass der Stein rauchbraun erscheint.
- Rauchquarz: rauchgrau bis braun, durchscheinend
- Morion: fast schwarz, oft undurchsichtig
- Cairngorm: gelbbraun, schottisch („Schottischer Topas“)
- Farbursache: Gammastrahlung + Aluminium = Farbzentren
- Pleochroismus: rötlich-braun je nach Blickrichtung
Morion – das tiefe Schwarz
Morion ist die dunkelste Form: fast schwarz, meist undurchsichtig. Der Name geht auf den römischen Naturforscher Plinius zurück, der ein dunkles Mineral „Mormorion“ nannte. Morion entsteht bei besonders hoher Strahlungsdosis und ist bei Sammlern geschätzt.
Cairngorm – das schottische Gold
Cairngorm ist gelbbrauner Rauchquarz aus den schottischen Cairngorm Mountains. Traditionell schmückte er schottischen Herrenschmuck und Broschen. Der Handelsname „Schottischer Topas“ ist allerdings irreführend – mit Topas hat der Stein nichts zu tun.
Der falsche Name „Rauchtopas“
Ein wichtiger Hinweis: Die Handelsbezeichnung „Rauchtopas“ ist ein unerlaubter Name. Rauchquarz ist Quarz, kein Topas. Wer „Rauchtopas“ oder „Pseudotopas“ angeboten bekommt, sollte wissen: Gemeint ist schlicht Rauchquarz.
Häufige Fragen
Fazit
Vom schwarzen Morion bis zum goldbraunen Cairngorm: Rauchquarz verdankt seine Farbe der Strahlung, nicht Fremdstoffen. Und „Rauchtopas“ ist und bleibt ein falscher Name.