Zwei Phänomene machen Rosenquarz besonders: die erst kürzlich geklärte Ursache seines Rosas und der seltene sechsstrahlige Stern, der in manchen Steinen schwebt.
Woher das Rosa kommt
Die Farbursache des trüben Rosenquarzes war lange umstritten. Titan, Mangan und Eisen wurden diskutiert. Heute gilt als belegt: Mikroskopisch feine Fasern eines Dumortierit-ähnlichen Borosilikats erzeugen die Farbe, indem sie Licht streuen. Diese Fasern sind zugleich die Ursache der charakteristischen Trübung.
- Farbursache (trüb): Dumortierit-ähnliche Faser-Einschlüsse
- Farbursache (klarer Rosa Quarz): Al+P im Gitter (andere Ursache)
- Asterismus: Rutilnadeln senkrecht zur c-Achse
- Farbspektrum: zartrosa, altrosa, pfirsich
- Lichtempfindlich: manche Rosenquarze verblassen im UV
Rosenquarz und „Rosa Quarz“
Fachlich unterscheidet man zwei Dinge: den häufigen, trüben Rosenquarz (derb, faser-gefärbt) und den seltenen, klaren Rosa Quarz in idiomorphen Kristallen. Letzterer verdankt seine Farbe nicht Fasern, sondern dem gekoppelten Einbau von Aluminium und Phosphor – und ist deutlich seltener.
Der Sterneffekt
Enthält Rosenquarz feine, parallel ausgerichtete Rutilnadeln, entsteht im Cabochon ein sechsstrahliger Stern. Dieser Asterismus wandert bei Bewegung über die Wölbung des Steins. Gute Sternrosenquarze zeigen den Stern klar und zentriert – sie sind gesuchte Sammlerstücke.
Lichtempfindlichkeit
Rosenquarz mancher Lagerstätten verblasst unter Sonnenlicht, während andere farbstabil bleiben. Beim Erhitzen über etwa 575 °C geht die Farbe verloren. Deshalb bewahrt man Rosenquarzschmuck besser nicht dauerhaft im prallen Sonnenlicht auf: Rosenquarz kaufen.
Häufige Fragen
Fazit
Rosenquarz verdankt sein Rosa feinen Fasern, seinen Stern feinen Rutilnadeln. Beides ist Natur pur – und ein Grund, den Stein vor zu viel Sonne zu schützen.