Perlen kauft man mit den Augen – aber zwei Dinge muss man erfragen, weil sie sich nicht ansehen lassen: die Perlmuttdicke und der Behandlungsstatus.
Zuerst den Typ festlegen
Akoya, Süßwasser, Tahiti oder Südsee – die Entscheidung fällt meist über Budget und gewünschte Wirkung. Süßwasserperlen bieten den günstigsten Einstieg bei großer Farbvielfalt und sind als kernlose Perlen langlebig. Akoya steht für den klassischen runden Strang mit scharfem Lüster. Tahiti liefert natürliches Dunkel, Südsee die größten Perlen. Die Unterschiede im Detail: Perlenarten.
- Typ: Akoya, Süßwasser, Tahiti oder Südsee
- Lüster: spiegelt die Oberfläche scharf oder wirkt sie kreidig?
- Perlmuttdicke: in Millimetern erfragen, bei Kernperlen entscheidend
- Behandlung: gebleicht, getönt, bestrahlt oder gefärbt – muss angegeben werden
- Strangpassung: gleichmäßiger Lüster und Farbe über alle Perlen
- Fädelung: geknotet zwischen den Perlen, sicherer Verschluss
Den Lüster selbst beurteilen
Halten Sie die Perle so, dass sich eine Lichtquelle darin spiegelt. Bei gutem Lüster ist die Spiegelung scharf begrenzt und Sie erkennen Konturen der Umgebung. Bei schwachem Lüster verläuft die Reflexion diffus, die Perle wirkt kreidig. Beurteilen Sie am besten unter Tageslicht, nicht unter Ladenbeleuchtung – Spotlights lassen fast jede Perle gut aussehen. Weitere Kriterien unter Perlenqualität.
Was Sie erfragen sollten
Die Perlmuttdicke ist die wichtigste Angabe, die man nicht sieht. Bei Akoyaperlen sollte sie mindestens etwa 0,4 Millimeter betragen. Ein Händler, der Perlen ernsthaft verkauft, kann diese Angabe machen. Ebenso wichtig: der Behandlungsstatus. Bleichen ist bei Akoya die Regel und unproblematisch, Färbung und Bestrahlung müssen jedoch offengelegt werden – besonders bei dunklen Perlen, die nicht aus Tahiti stammen.
Beim Strang auf Passung achten
Bei einer Kette zählt nicht nur die einzelne Perle, sondern wie gut die Perlen zueinander passen. Prüfen Sie, ob Lüster und Farbton über den ganzen Strang gleichmäßig sind und ob die Größenabstufung regelmäßig verläuft. Eine einzelne abweichende Perle fällt beim Tragen mehr auf als ein insgesamt etwas niedrigeres Niveau. Achten Sie außerdem darauf, dass zwischen den Perlen geknotet ist und der Verschluss stabil und gut zu bedienen ist.
Nach dem Kauf
Legen Sie die Perlen zu Hause noch einmal ins Tageslicht und sehen Sie sich Lüster und Oberfläche in Ruhe an. Prüfen Sie die Bohrlöcher auf saubere Kanten. Und legen Sie gleich die Pflegeroutine fest – Perlen sind der Schmuck, bei dem die richtige Behandlung den größten Unterschied über die Jahre macht: Perlen pflegen.
Häufige Fragen
Fazit
Lüster mit den Augen prüfen, Perlmuttdicke und Behandlungsstatus erfragen, beim Strang auf Passung achten. Mehr braucht es für einen guten Perlenkauf nicht.