Gemmologisches Nachschlagewerk

Das Edelstein-Lexikon

Von Achat bis Zirkonia – 174 Edelsteine mit Bildern, gemmologischen Daten und ausführlichen Hintergrundartikeln.

Lexikon · Sternzeichen · Stier

Stier: Smaragd

Der Stier teilt sich seinen Stein mit dem Mai: Smaragd, der teuerste grüne Edelstein und einer der ältesten gehandelten überhaupt.

Smaragd — der Stein des Stier

AngabeWert
Zeitraum21. April – 20. Mai
ElementErde
SteinSmaragd
MineralfamilieBeryll
Mohs-Härte7,5–8
Wichtige FundländerÄthiopien, Brasilien, Kolumbien, Sambia, Simbabwe

Woher die Zuordnung stammt

Venus gilt als Herrscherplanet des Stiers, und Venus war seit der Antike dem Grün zugeordnet. Daraus folgte die Zuweisung des Smaragds, die sich in praktisch allen überlieferten Listen findet — eine der wenigen Tierkreiszuordnungen, über die Einigkeit herrscht.

Der Stein aus gemmologischer Sicht

Smaragd ist Beryll, Mohs 7,5 bis 8, gefärbt durch Chrom oder Vanadium. Charakteristisch ist das „jardin", der Garten aus Einschlüssen, der bei diesem Stein nicht als Makel gilt, sondern als Herkunftsnachweis. Über 90 Prozent aller Smaragde sind geölt; der Grad muss deklariert werden. Wer eine günstigere Alternative sucht, findet sie in Chrysopras — ebenfalls grün, deutlich robuster, ein Bruchteil des Preises.

Die Alternativsteine

SteinFamilieMohsFarbe
SmaragdBeryll7,5–8Grasgrün bis bläulichgrün, gelblichgrün. Satt, intensiv.
RosenquarzQuarz7Zartrosa, tiefrosa
ChrysoprasChalcedon6,5–7Apfelgrün, mintgrün, grasgrün

Weiterlesen

Häufige Fragen

Welcher Stein gehört zum Sternzeichen Stier?
Im deutschsprachigen Handel gilt Smaragd als Hauptstein des Stier (21. April – 20. Mai). Als Alternativen werden Rosenquarz und Chrysopras genannt.
Sind Sternzeichensteine dasselbe wie Geburtssteine?
Nein. Geburtssteine folgen den Kalendermonaten, Sternzeichensteine den Tierkreiszeichen, die jeweils über zwei Monatsteile laufen. Die beiden Listen überschneiden sich nur teilweise — der <a href="geburtssteine.html">Monatsvergleich</a> zeigt, wo.
Hat die Zuordnung eine nachweisbare Wirkung?
Nein. Es handelt sich um eine kulturhistorisch gewachsene Konvention ohne belegte Wirkung. Der gemmologische Wert eines Steins bemisst sich nach Farbe, Reinheit, Schliff, Größe und Behandlung.