Tigerauge Lexikon

Tigerauge – goldbrauner Schimmer wie ein Katzenauge

Tigerauge fasziniert durch seinen wogenden, seidigen Lichtstreifen – den Katzenaugeneffekt. Seine goldbraunen Bänder erinnern an ein Tigerfell, und seine Entstehung ist eine geologische Verwandlung.

Was ist Tigerauge?

Tigerauge ist eine mikrokristalline Varietät des Quarzes (SiO₂) mit charakteristischer goldbrauner bis goldgelber Bänderung. Sein auffälligstes Merkmal ist die Chatoyance – ein seidiger Lichtschimmer, der bei Bewegung über den polierten Stein wandert. Mit Mohshärte 7 ist er robust und alltagstauglich.

Eigenschaften auf einen Blick:
  • Mineral: mikrokristalliner Quarz – SiO₂
  • Mohs-Härte: 7 · Dichte: ~2,65 g/cm³
  • Farbe: goldbraun, goldgelb, honigbraun gebändert
  • Effekt: Chatoyance (Katzenaugeneffekt)
  • Familie: Falkenauge (blau), Pietersit (Brekzie)
  • Herkunft: Südafrika, Westaustralien, Namibia

Das Kernthema: die Chatoyance

Der Katzenaugeneffekt entsteht durch feine parallele Fasern im Stein. Tigerauge bildet sich durch Pseudomorphose: Quarz ersetzt den faserigen Krokydolith, wobei die Faserstruktur erhalten bleibt und das Licht zu einem wandernden Streifen bündelt: Katzenaugeneffekt & Falkenauge.

Vom Falkenauge zum Tigerauge

Tigerauge geht aus dem blaugrauen Falkenauge hervor: Durch Oxidation des enthaltenen Eisens (Fe²⁺ zu Fe³⁺) verwandelt sich das Blaugrau in das typische Goldbraun. Beide finden sich oft am selben Fundort; ihre Brekzie heißt Pietersit: Herkunft.

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Häufige Fragen

Was ist Tigerauge?
Eine mikrokristalline Varietät des Quarzes mit goldbrauner Bänderung und seidigem Katzenaugeneffekt (Chatoyance). Mit Mohshärte 7 ist es robust und ein beliebter Schmuckstein.
Wie entsteht der Katzenaugeneffekt?
Durch feine parallele Fasern im Stein. Tigerauge bildet sich durch Pseudomorphose, bei der Quarz den faserigen Krokydolith ersetzt und die Struktur das Licht zu einem wandernden Streifen bündelt.
Was ist der Unterschied zwischen Tigerauge und Falkenauge?
Falkenauge ist die blaugraue, unoxidierte Vorstufe. Durch Oxidation des Eisens (Fe²⁺ zu Fe³⁺) entsteht das goldbraune Tigerauge. Ihre Brekzie heißt Pietersit.
Woher kommt Tigerauge?
Vor allem aus Südafrika (Griquatown), Westaustralien und Namibia. Das südafrikanische Material gilt als bedeutendste Quelle mit kräftiger Chatoyance.
Verwandte Steine: Pietersit  ·  Bergkristall  ·  Karneol

Fazit

Tigerauge verbindet goldbraune Wärme mit dem faszinierenden Katzenaugeneffekt. Aus blauem Falkenauge entstanden, ist es ein robuster, lebendiger Schmuckstein mit geologischer Geschichte.