Tigerauge ist am seidigen Schimmer leicht zu erkennen – die Fragen sind eher: natürlich, gebrannt oder gefärbt, und ist es kein Glasimitat?
Die Chatoyance als Echtheitszeichen
Das sicherste Merkmal ist der wandernde Lichtstreifen. Echtes Tigerauge zeigt eine feine, faserige Struktur mit seidigem Glanz, deren Chatoyance sich bei Bewegung natürlich über den Stein bewegt. Glasimitate mit „Katzenauge“ wirken oft zu regelmäßig und gleichmäßig.
- Chatoyance: natürlich wandernder, faseriger Lichtstreifen
- Härte: 7 – ritzt Glas
- Struktur: feine, unregelmäßige Faserung (Glas zu regelmäßig)
- Rotes Tigerauge: meist gebrannt (Hinweis: sehr gleichmäßiges Rot)
- Gefärbtes Material: auffällige, unnatürliche Farben
Natürlich, gebrannt oder gefärbt?
Zwei Behandlungen sind verbreitet: Brennen (erzeugt rotes Tigerauge/Ochsenauge) und Färben (etwa blaue oder grüne Kunstfarben). Natürliches Tigerauge ist goldbraun bis honigfarben; sehr gleichmäßiges Rot deutet auf Brennen, grelle Farben auf Färbung hin. Beides ist nach §5 UWG offenzulegen.
Tigerauge gegen Imitate
Glas mit künstlichem Katzenaugeneffekt („Glaskatzenauge“) zeigt einen zu scharfen, geraden Streifen und oft eine zu gleichmäßige Farbe. Echtes Tigerauge hat Härte 7 (ritzt Glas), eine faserige Struktur und eine natürlich variierende Bänderung.
Häufige Fragen
Fazit
Echtes Tigerauge verrät sich durch seinen natürlichen, faserigen Schimmer. Sehr gleichmäßiges Rot deutet auf Brennen, grelle Farben auf Färbung – beides gehört offengelegt.