Das berühmteste Tigerauge stammt aus Südafrika: In der Region Griquatown liegt die bedeutendste Quelle der Welt – gefolgt von Westaustralien und Namibia.
Südafrika – die Hauptquelle
Die bedeutendste Quelle für Tigerauge ist Südafrika, besonders die Region um Griquatown (Northern Cape). Dort tritt Tigerauge als Kluftfüllung in massiven Quarzadern auf, wobei die Fasern senkrecht zur Kluftbegrenzung stehen. Das südafrikanische Material zeigt eine kräftige goldbraune Farbe mit starker Chatoyance.
- Südafrika (Griquatown): Hauptquelle, kräftiges Goldbraun
- Westaustralien (Pilbara): intensiv gefärbt, auch rotes Material
- Namibia: oft mit Falkenauge, Pietersit
- Indien, Myanmar: weitere Vorkommen
- USA, Brasilien, China: kleinere Fundorte
Westaustralien und Namibia
Westaustralien (Pilbara) liefert intensiv gefärbtes Material, bekannt auch für rotes Tigereisen. In Namibia tritt Tigerauge oft zusammen mit Falkenauge und der Brekzie Pietersit auf – hier zeigt sich die enge geologische Verwandtschaft der Familie.
Entstehung als Kluftfüllung
Tigerauge bildet sich in metamorph überprägten, eisenreichen Gesteinen, wo faseriger Krokydolith durch Quarz ersetzt wird. Es findet sich als Kluftfüllung, wobei die charakteristische Faserrichtung senkrecht zur Kluft verläuft. Diese speziellen Bedingungen erklären, warum Tiger- und Falkenauge oft gemeinsam vorkommen.
Herkunft und Charakter
Die Herkunft prägt den Charakter: südafrikanisches Tigerauge ist der klassische goldbraune Typ, australisches oft intensiver oder rötlich, namibisches häufig mit Falkenauge-Anteilen. Für den Wert zählt aber die Qualität der Chatoyance im einzelnen Stein: Tigerauge Preis.
Häufige Fragen
Fazit
Das klassische Tigerauge stammt aus Südafrika, intensiveres aus Australien, familienreiches aus Namibia. Überall entsteht es aus derselben faserigen Verwandlung.