Indigolithe
Indigolith kaufen – blauer Turmalin, facettiert & als Naturkristall
Indigolith ist der Name für blaue bis blaugrüne Turmaline der Elbait-Varietät – benannt nach der Farbe des Indigos. Seine Farbe entsteht durch Eisen (Fe²⁺/Fe³⁺) im Kristallgitter, der charakteristische starke Pleochroismus lässt den Stein je nach Betrachtungswinkel von hellblau bis dunkelblaugrün wechseln. Entlang der Kristallachse erscheint er tiefer und grüner, senkrecht dazu heller und reiner blau – ein optisches Phänomen, das jeden Indigolith lebendig macht.
In unserem Sortiment finden Sie facettierte Indigolith-Steine für Schmuck sowie Naturkristalle für Sammler – beide aus sorgfältig ausgewählten Quellen, überwiegend aus Brasilien (Minas Gerais) und Ostafrika. Mit Mohshärte 7–7,5 ist Indigolith für Anhänger, Ohrringe und besondere Ringe in schützender Fassung geeignet. Beim Kauf empfehlen wir: Stein gegen Licht halten – er sollte die Farbe durchscheinen lassen, nicht schwarz wirken.
Indigolith – der blaue Turmalin im Überblick
Indigolith ist die blaue bis blaugrüne Varietät des lithiumreichen Elbait-Turmalins. Innerhalb der Turmalin-Familie gehört Blau zu den seltensten Farben – und Indigolith gilt als eine der wertvollsten Standardfarben, noch vor grünem Verdelith und rotem Rubellit. Seine Farbe verdankt er dem Gehalt an Eisen im Kristallgitter. Wie alle Turmaline ist er trigonal aufgebaut, ohne nennenswerte Spaltbarkeit und dadurch gut schleifbar und langlebig.
| Eigenschaft | Indigolith |
|---|---|
| Mineral | Turmalin, Varietät Elbait |
| Farbe | Blau bis Blaugrün, teils Teal |
| Farbursache | Eisen (Fe) |
| Mohshärte | 7 – 7,5 |
| Dichte | ca. 3,0 – 3,1 |
| Brechungsindex | ca. 1,62 – 1,64 |
| Pleochroismus | stark – Blau / Blaugrün je nach Blickrichtung |
| Kristallsystem | trigonal, lange gestreifte Prismen |
Pleochroismus – das Spiel der Farben
Kaum ein anderer blauer Edelstein zeigt den Pleochroismus so deutlich wie Indigolith: Betrachtet man den Kristall entlang seiner Hauptachse, wirkt er tiefer und grüner; quer dazu heller und reiner blau. Für den Schliff ist das entscheidend – ein erfahrener Schleifer orientiert den Stein so, dass die schönste Blaurichtung in der Tafel sichtbar wird. Dunkle Steine können entlang der Achse fast schwarz erscheinen, weshalb die Schliff-Orientierung stark über die Wirkung entscheidet.
Indigolith und Paraíba – nicht dasselbe
Beide sind blaue Elbait-Turmaline, unterscheiden sich aber grundlegend in der Farbursache: Indigolith wird von Eisen gefärbt, der viel seltenere und teurere Paraíba-Turmalin dagegen von Kupfer, was ihm sein leuchtendes Neonblau verleiht. Ein gemmologisches Detail: Indigolith reagiert aufgrund seines Eisengehalts magnetisch, während Paraíba diamagnetisch ist. Wer das klassische, tiefe Turmalinblau sucht, ist beim Indigolith richtig.
Unbehandelt – ein echter Vorteil
Blauer Turmalin wird im Handel häufig erhitzt, um die Farbe aufzuhellen. Unser Indigolith ist naturbelassen – die Farbe ist vollständig natürlichen Ursprungs, ohne Erhitzung oder Bestrahlung. Das ist bei blauem Turmalin keine Selbstverständlichkeit und ein echtes Qualitätsmerkmal. Jeder Stein wird im eigenen gemmologischen Labor geprüft und mit seinen Eigenschaften beschrieben.
Worauf es beim Kauf ankommt
An erster Stelle steht die Farbe: Gefragt ist ein reines, gesättigtes Blau ohne zu viel Grau. An zweiter Stelle die Transparenz – der Stein sollte die Farbe gegen das Licht durchscheinen lassen und nicht dunkel-leblos wirken. Da Indigolith stark pleochroitisch ist, entscheidet die Schliff-Orientierung maßgeblich über die Schönheit. Feine, saubere Steine in größeren Karatgewichten sind selten, was Indigolith zu einem gesuchten Sammler- und Schmuckstein macht.
Häufige Fragen zu Indigolith
Was ist Indigolith?
Was ist der Unterschied zwischen Indigolith und Paraíba-Turmalin?
Ist Indigolith behandelt?
Warum wirkt Indigolith je nach Blickwinkel unterschiedlich?
Ist Indigolith für Ringe geeignet?
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