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Opal

Der Opal gehört zu den schönsten und aussergewöhnlichsten Edelsteinen, die zu finden sind:
jeder Opal hat sein ihm eigenes unverwechselbares Farbspiel und man findet keine zwei identischen Opale. 

Gemmologisch betrachtet besitzt der Opal nicht wie andere Edelsteine eine regelmässige Kristallstruktur (wie z.B. Diamanten), sondern eine amorphe Struktur, ähnlich wie Glas.
Er gehört zu den Oxiden und Hydroxiden und besteht aus hydratisiertem Kieselgel in das Wasser eingelagert ist. Der Wasseranteil liegt normalerweise bei 4 - 9%, kann aber auch mal bis zu 20% betragen.

Das bunte Schillern des Opals, Opalisieren genannt, entsteht durch Reflektion bzw. Interferenz (Überstrahlung des Lichtspektrums) an einzelnen Kieselgelkügelchen. Dadurch daß diese Kügelchen immer unterschiedlich angeordnet sind, entsteht auch das schier unendlich große Farbspiel bei Opalen.

Manche Opale weisen auch einzelne Farbfelder mit bunten „Flecken“ auf. Diese entstehen durch Bereiche, in denen sich die Kieselgelkügelchen in unterschiedlicher Größe und Anordnung befinden und das Licht an diesen Stellen entsprechend anders gebrochen wird.

Für Schmuck sind sie bedingt geeignet – als Anhänger oder Ohrringe sind Opale in der Regel unkompliziert tragbar, man sollte nur vermeiden sie in Kontakt mit anderen Flüssigkeiten zu bringen (Cremes, Haarspray, Meer/- oder Chlorwasser, etc.), da die poröse Struktur diese leicht aufnehmen und den Stein dauerhaft schädigen kann. In Ringen sollte sorgsam mit Opalen umgegangen werden und man sollte tunlichst vermeiden, sie anzustoßen oder fallen zu lassen.
Beherzigt man diese Vorsichtsmaßnahmen, hat man jedoch einen wunderschönen und einzigartigen Stein. Er ist eine echte Besonderheit, denn durch ihre individuelle Struktur und das komplexe Farbspiel gleicht kein Opal dem anderen und es handelt sich bei jedem um ein absolutes Einzelstück, das Sie in genau dieser Farbe und Form und mit genau diesem Farbspiel kein zweites Mal auf der Welt finden werden.

Opal-Vorkommen
Am bekanntesten dürften wohl die australischen Opale sein, deren herausragende Brillanz über die Grenzen hinaus bekannt ist. Besonders hervorzuheben ist hierbei wohl Südaustralien (z.B. Coober Pedy), wo überwiegend helle Opale gefördert werden. In Lightning Ridge werden hauptsächlich schwarze Opale gefunden. Aber auch in Mexiko, Brasilien, Afrika, Indonesien, den USA und Peru werden Opale abgebaut.


Die australischen Opale bestehen meist aus einer relativ dünnen Opalkristallschicht, die in Muttergestein, der sogenannten Matrix eingelagert sind. Beim Schleifen dieser Opale versucht der Schleifer den Schliff und die Politur der natürlichen Form des Fundstückes anzupassen und man erhält i.a. unregelmässig geformte Schmuckopale.
Man liest immer wieder, daß Opale in Wasser aufbewahrt werden sollen um die natürlichen Wassereinlagerungen zu erhalten oder aufzufrischen. Bei australischen Opalen kann man dies machen ohne dem Stein Schaden zuzufügen, es ist aber unter normalen Bedingungen bei uns nicht nötig.
Stellen Sie sich bitte vor: die Opale lagern über Jahrtausende in einem extrem trockenen Gebiet in Australien mit erheblicher Hitze. Wenn die Opale diese extremen Bedingungen über diese lange Zeit ausgestanden haben, so überstehen sie Bedingungen bei uns, mit gemässigtem Klima und einer durchschnittlichen Luftfeuchte von 70% im Sommer bis 85% im Winter ohne weiteres und allein diese hohe Luftfeuchte sollte ein "Austrocknen" des Opals verhindern.

Boulderopale sind Geröllblöcke aus Eisenstein (= Ton und Limonit), in deren Ritzen und Spalten Opalsubstanz eingelagert ist und die durch ein einzigartiges Erscheinungsbild bestechen. Man unterscheidet hier außerdem noch Matrixopale, deren Opalsubstanz nicht flächig oder in Adern (wie bei den Boulderopalen) im Gestein lagert, sondern in vielen kleinen Partikelchen, die den ganzen Stein bunt glitzern und funkeln lassen.

Eine weitere Besonderheit stellt der mexikanische Feueropal dar, der mit seiner roten Körperfarbe bereits optisch einen ganz anderen Eindruck hinterlässt als der klassische weiße Opal. Oftmals weisen Feueropale kein Farbspiel auf und überzeugen lediglich durch ihre tiefe rote bis orange Färbung. Ein Feueropal mit gutem Farbspiel stellt eine echte Seltenheit dar und kann dementsprechend auch sehr hohe Preise erzielen.


In den vergangenen Jahren haben afrikanische Welo-Opale den Markt erobert. Diese Opale werden in Äthiopien in der Provinz Welo oder auch Wello gefunden, von der sie ihren Namen haben. Diese Opale sind in der Regel alle reine Kristallopale, d.h. es handelt sich um keine kleineren Opaladern oder Opalflächen, die in Matrix eingebunden sind, sondern um reine grosse Kristalle ohne Muttergestein.
Das Farbspiel bei diesen Opalen ist durchweg aussergewöhnlich schön und dadurch, daß es sich um reine Kristalle handelt, eröffnen sich beim Schliff und der Schmuckgestaltung Möglichkeiten, wie man sie nur von anderen Edelsteinen kennt: man kann die Opale als Cabochons mit runder Oberfläche schleifen und sogar als facettierte Opale, wie man es normalerweise nur von anderen Edelsteinen kennt.
Welo-Opale entfalten ihr volles Farbspiel bei gutem Licht und schimmern je nach Art der Lichtquelle immer in anderen Farbtönen. bei Sonnenlicht wirken sie ganz anderes als bei Kunstlicht und faszinieren durch ihre Farbenpracht immer wieder aufs Neue.
Man sollte beachten, daß Welo Opale nicht in Wasser aufbewahrt werden sollten, wie dies manchmal bei australischen Opalen empfohlen wird. Die Welo-Opale können ihre Leuchtkraft verlieren.


Ebenfalls hervorzuheben wäre der Andenopal, der in Peru gefunden wird. Er opalisiert niemals und ist in verschiedenen Farben anzutreffen. Am bekanntesten sind wohl die blauen und rosa Varianten, aber auch grünliche oder grün-blaue Steine (bis hin zu türkis) sind möglich.

Opal Dubletten bestehen aus einer (sehr dünnen) Schicht Opal, die zum Schutz auf ein dunkles Unterteil (meist nicht opalisierendes Opalgestein oder Onyx) aufgebracht wird. Es handelt sich hierbei um echten Opal, der aufgrund seiner vielleicht sehr dünnen Beschaffenheit im Muttergestein nur sehr dünn als Plättchen ausgeschliffen werden kann. Damit er nicht bricht und um die Farben besser in Kontrast zu setzen, wird dieser von hinten quasi „verstärkt“.

Bei Opal Tripletten wird zusätzlich zum Schutz von oben ebenfalls eine widerstandsfähige, transparente Schicht aufgebracht. Hierbei handelt es sich meist um Bergkristall, Glas oder Acrylharz. Durch die zusätzliche Schicht gewinnt der Opal oft nochmals an Brillanz und er kann auch bedenkenlos in Schmuck getragen werden, da der eigentliche Opal von allen Seiten geschützt ist.

Bitte beachten Sie, daß Opale ihr volles Farbspiel am Besten bei Sonnenlicht zeigen !