Smaragde

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Smaragde gehören wie die Aquamarine und Morganite zur Mineralgruppe der Berylle.
Das typische Smaragdgrün, ein Grün mit einem Hauch Blau, erhalten die Smaragde durch Einlagerung von Chrom- und Vanadiumionen im Kristallgitter, wobei Chrom die typische Smaragdfarbe am meisten beeinflusst.

Der Wert der Smaragde wird im Wesentlichen durch ihre Farbe bestimmt. Fast immer haben sie, im Gegensatz zu Aquamarinen und Morganiten, Einschlüsse, die als "Jardin" bezeichnet werden und die für die Wertbestimmung eher nebensächlich sind. Die wertvollsten Steine haben ein kräftiges und leuchtendes Smaragdgrün und die Einschlüsse sind eher zweitrangig. Die Einschlüsse, die absolut typisch für Smaragde sind und auch ein ganz eigenes typisches Einschlussbild haben, sind auch ein Indiz auf natürliche Edelsteine, so daß Synthesen fast komplett ausgeschlossen werden können. Das typische Grün des Smaragds ist unvergleichlich und bezeichnet mit "Smaragdgrün" auch ausserhalb der Mineralien und Edelsteine diesen ganz besonderen Grünton.
Topqualitäten können bis zu mehreren tausend Euro pro Carat gehandelt werden und gehören mitunter zu den begehrtesten und teuersten Edelsteinen. Qualitativ besonders schöne Smaragde kommen heute aus Südamerika, wo Kolumbien und Brasilien und wichtigsten Lieferanten sind.

Grosse Smaragdvorkommen sind in Brasilien, Kolumbien und in Sambia. Die einzige Fundstelle in Europa ist das Habachtal in Österreich wo Smaragde gefunden werden können.


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Smaragd kaufen - weitere Infos

Der Name Smaragd stammt vom Griechischen Wort 'Smaragdos' ab, was so viel wie 'Grüner Stein' bedeutet. Äteste Fundstellen des Smaragds gehen bis auf das 13. Jahrhundert vor Christus zurück und sind im alten Ägypten bereits durch Überlieferungen bekannt.
Bereits damals gehörte der Smaragd wegen seines einzigartigen leuchtenden Grüns zu den begehrtesten Edelsteinen und auch in Griechenland und dem späteren Rom war er einer der wertvollsten Steine und er ziert seit dieser Zeit Kronen von weltlichen und kirchlichen Oberhäuptern, Zepter und Schmuckstücke des Adels.
Im 16. Jahrhundert erlebte der Handel mit dem Smaragd einen weiteren Aufschwung durch die Eroberung Südamerikas und hier speziell in Kolumbien, das reich an Smaragden höchster Qualität war und noch immer ist. Aber auch in Chile und Mexiko wurden die begehrten Edelsteine gefunden und gehandelt.
Auch die heute wohl bekannteste Smaragd-Mine, die Muzo-Mine, wurde von den Spaniern bereits im 16. Jahrhundert entdeckt. In Kolumbien ist der Smaragdabbau und Smaragdhandel auch heute noch einer der bedeutensten Wirtschaftszweige und man beziffert den kompletten Smaragdhandel, sowol über offizielle Wege als auch über den Schwarzhandel, auf ein Volumen von bis zu 800 Millionen USD.

Chemisch gesehen handelt es sich beim Smaragden um ein Aluminium-Beryllium-Silikat mit der chemischen Formel Al2Be3[Si6O18].
Die Kristallisationsform in der die Kristalle wachsen ist hexagogal, d.h. es werden i.a. längliche, sechseckige Kristalle ausgebildet. Gesteine, in denen sich Smaragdkristalle bilden können, sind Chrom- und Vanadiumhaltige Calcitvorkommen, Schiefer und Pegmatit und meist sind die relativ häufig vorkommenden Mineralien Pyrit, Albit, Fluorit, Baryt auch an solchen Lagerstätten zu finden.

Die Farbe ist relativ stabil bei Hitze und verändert sich "erst" bei etwas 700-800 Grad. Dies hört sich ertmal recht hoch an, jedoch müssen Smaragde beim nachträglichen Arbeiten an Schmuckstücken wie z.B. verkleinern oder vergrössern von Ringen in jedem Fall ausgefasst werden, da sie die hohen Temperaturen beim Löten i.a. nicht vertragen und zerstört werden können.

Da diese Edelsteine fast immer kleinere Einschlüsse haben, die mehr oder minder stark stören, versucht man diese Einschlüsse etwas zu kaschieren indem man in Vakuumkammern Öl in die kleinen Risse reinzieht. Dadurch wirkt das Einschlussbild deutlich klarer. Gehen Sie bitte davon aus, daß nahezu alle im Handelsverkehr angebotenen Smaragde heutzutage geölt sind. Dies mindert nicht die Qualität und ist bei allen Smaragdhändlern und Käufern i.a. bekannt und wird auch als Normalität toleriert.

Die gesamte Beryllgruppe, inklusive des Smaragdes, sind mit einer Mohshärte von 7.5 - 8 relativ hart und somit auch unempfindlich gegen äussere Umwelteinflüsse. An diese Stelle muss besonders hevorgehoben werden. das der Smaragd ob seiner relativ hohen Härte ein relativ spröder Stein ist und er auch schon bei leichten Druck auf die  Kristallachsen brechen kann. Für Goldschmiede und Juwelenfasser stellt der Smaragd hohe Anforderungen an das Können des Fassers, so daß er beim Fassen nicht beschädigt wird.

Smaragde werden in fast allen verfügbaren Schliffen gehandelt, die häufigsten sind allerdings der Rundschliff, Tropfen- und Ovalschliff und vor allem der 'Smaragdschliff', oft auch als Treppenschliff bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen achteckigen Schliff (Octagonschliff), der speziell auf die physikalischen Eigenschaften des Smarages hin entwickelt wurde, da der Smaragd wegen seiner Sprödigkeit relativ empfindlich ist und dieser Schliff diese etwas negative Eigenshaft etwas abfedert.

Physikalische Eigenschaften:
Farbe
smaragdgrün, gelblichgrün, dunkelgrün
Strichfarbe
weiss
Mohshärte
7,5 - 8
Spez. Gewicht
2,67 - 2,78
Spaltbarkeit
keine
Bruch
kleinmuschelig, spröde
Chemische Formel
Al2Be3[Si6O18] + Cr
Transparenz
durchsichtig - undurchsichtig
Lichtbrechung
1.57 - 1.58
Doppelbrechung
-0,006
Dispersion
0,014
Pleochroismus
deutlich grün, grün, blaugrün
Absorption
6835, 6806, 6620, 6460, 6370, 6300-5800, 4774, 4725
Fluoreszenz
meist keine
 

Mikroskopische Merkmale beim Smaragd

Meist kommen bei Smaragd, wie auch allen anderen Beryllen, Flüssigkeitseinschlüsse vor. Diese Flüssigkeiten können in Heilungs- bzw. Spannungsrissen eingelagert sein, aber auch als sogenannte Zweiphaseneinschlüsse wie beispielsweise kleine Bläschen oder auch in kleinen Hohlkanälen. Beim Smaragden kommen oft auch noch Einschlüsse von Glimmer oder Calcit oder anderen Mineralien vor. Alle diese Einschlüsse weisen gemmologisch auf natürliche Smaragde hin.

Alle Berylle kommen in der Natur relativ selten vor, da am Entstehungsort grosse Mengen des Elementen Beryll vorhanden sein gewesen müssen. Diese Vorkommen sind fast nur in magmatischen Restschmelzen oder Restlösungen zu finden. Smaragde, dieEdelsten der Berylle, brauchen darüber hinaus am Entstehungsort noch Chrom, das bei den Smaragden farbgebend ist. Bemerkenswert ist, daß Chrom aber normalerweise in diesen magmatischen Restschmelzen nicht vorhanden ist, sondern i.a. bei anderen Gesteinen zu finden ist. Hieraus resultiert dann auch die Tatsache, daß Smaragde so extrem selten sind, Einschlüsse immer toleriert werden und der Wert der Smaragde in erster Linie durch leuchtendes, sattes Grün, d.h. hohem Chromanteil, gebildet wird.

 

Näheres zu den Smaragd Vorkommen

Die für hochwertigen Schmuck und auch die wertvollsten und begehrtesten Smaragde kommen auch heute noch aus Kolumbien aus dem Osten der Anden. Hier gibt es seit vielen Jahrhunderten zwei bedeutende Abbaugebiete: das Muzo-Gebiet und das Chivor-Gebiet. Muzo liegt ezwa 100 km nördlich von Bogota und Chivor etwa 75 km nordöstlich.
Typisch für die jeweiligen Gebiete sind typische Einlagerungen vom Fremdmineralien.

Die meisten und mitunter qualitativ hochwertigesten Berylle kommen aus Brasilien; sei es Aquamarin, Heliodor, Goldberyll oder auch Morganit. Smaradvorkommen kennt man in Brasilien erst sei etwa 1910, wobei das Gebiet um Bahia seitdem eine wichtige Rolle im Smaragdhandel spielt.

Inzwischen spielt aber auch Sambia im weltweiten Handel mit Smaragden eine immer grössere Rolle. Um 1930 wurde dort in einem Flussbett die ersten Smaragde gefunden und erst seit den 1980ern wurden in Sambia grössere Smaragdvorkommen erschlossen. Oft haben Smaragde aus Sambia auch eine typisch bläulich grüne oder blaugrüne Farbe. Diese Farbe rührt von Eisenionen her, die zusätzlich zum Chrom in den Kristallen eingelagert sind.
Weitere afrikanische Länder, in denen Smaragde gefunden werden, sind Simbabwe, das südlich von Sambia liegt, Tansania, wo kurioserweise Smaragde zusammen mit Alexandriten oder auch Rubinen vorkommen, Mosambik, das sich inzwischen auch zu einem grossen Exporteur von Rubinen entwickelt hat und Nigeria, Namibia. Aber auch auf Madagaskar, in dem inzwischen fast alle Arten von Edelsteinen gefunden werden, ist Smaragd anzutreffen.

In Asien kommen Smaragde in Indien im Gebiet Rajasthan vor, in Pakisten, Afghanistan und auch China. Australien verfügt auch über einige wenige Smaragdvorkommen, genauso wie die USA in North Carolina

 

Smaragde - Behandlungsmethoden

Smaragde sind aufgrund Ihrer Entsehungsgeschichte und den fast immer eingelagerten Fremdmineralien oder auch Wasser sehr spröde. Meist weisen sie daher Risse auf, die durch Spannungen im Kristall entstanden sind. Schön sehr früh erkannte man, daß diese Risse durch Einölen fast unsichtbar gemacht werden können. Wichtig hierbei ist, daß man ein Öl findet, das eine sehr ähnliche Lichtbrechung als der Smaragd selbst hat. Bei hohen Unterschieden der Lichtbrechung zwischen Öl und Smaragd sind häufig Flasheffekte am Riss erkennbar, d.h. das Licht bricht sich dort regenbogenfarbig. Bei sehr ähnlichen Lichtbrechungswerten dagegen verschwindet der Riss vollständig.
Schön früh würden hierfür natürliche Öle verwendet wie verschiedene pflanzliche Öle (beispielsweise Zedernholzöl), die Brechungsindizes um die 1.50 haben (Smaragd liegt etwa bei 1.58)

Heute verwendet man meist natürliche Harze wie Kanadabalsam oder auch Kunstharze, deren Lichtbrechung noch näher an der des Smaragdes dran ist. Vorteile liegen hierbei auch darin, daß die Viskosität oft sehr hoch ist, d.h. die Harze könen besser in den Smaragd eindringen, die Lichtbrechung ist nehzu identisch, d.h. es ist kein Riss erkennbar und zudem stabilisiern sie den Spröden Smaragden an den kritischen Stellen (Risse) zusätzlich. Teilweise werden die Smaragde in diesen Harzen nur aufbewahrt, so daß die die Harze in den Stein reinziehen können, teilweise werden sie auch unter Vakuum in den Stein verbracht.

Das man davon ausgehen kann, daß alle Smaragde in einer solchen Art behandelt wurden, ist gerade der Goldschmied bei Fassen des Smaragds extrem gefordert. Der Smaragd darf keiner grösseren Hitze von mehreren hundert Grad ausgesetzt werden, da sich zum Einen dadurch die Harze im Innern zersetzen können und zu Farbänderungen führen können und zum anderen kann sogar das natürlich eingeschlossene Wasser bei Erhitzen zum Platzen des Smaragdes führen. Der Smaragd und für alle Edelsteinschleifer,  Goldschmiede und Juweliere eine sehr grosse Herausforderung und nicht selten werden diese Edelsteine bereits beim Schleifen oder auch beim Fassen dann zerstört. Edelsteinfasser lehnen i.a. eine Garantie beim Fassen von Smaragden ab.