Granate

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Granat
 

Die Granate bilden eine Gruppe von Silikaten mit gleicher Struktur und ähnlicher chemischer Zusammensetzung. Der Name leitet sich vom lateinischen ‚granum‘ ab und bedeutet so viel wie „Korn“.

Granate kristallisieren kubisch und bilden am häufigsten Rhombendodekaeder aus. Sie sind mit einer Härte von 6,5 – 7,5 relativ widerstandsfähig und kommen heute meist aus den USA, Südafrika und Sri Lanka.

Im Mittelalter waren Granate (zusammen mit Rubinen und Spinellen) als „Karfunkelsteine“ bekannt. Dieser Begriff gilt heute jedoch als veraltet und wird nicht mehr verwendet. Granate erfreuten sich damals einer großen Beliebtheit die bis in die Neuzeit anhielt; nicht zuletzt, da man hier einen schönen roten Stein hatte, der sowohl widerstandsfähig als auch kostengünstiger als der allgemein bekannte Rubin war.

Am bekanntesten sind deshalb wohl die rötlichen Granate. Hierzu gehören verschiedene Varietäten: der rot-bräunliche Pyrop, der rötlich violette Almandin und der orange-rotbraune Spessartin (= Mandarin-Granat).

Die Farbpalette der Granate ist sehr umfassend, deshalb sind sie auch in vielen verschiedenen Grüntönen anzutreffen. Hierzu gehören dann der grün gelbliche bis rötliche Grossular, der bräunlich grüne Andradit sowie der smaragdgrüne Uwarowit.

Die bekannteste Andradit Varietät ist wohl der grüne Demantoid.

Zu den bekannten Grossular Varietäten gehört beispielsweise der ebenfalls grüne Tsavorith. Benannt wurde er von der Firma Tiffany nach dem Vorkommen im Tsavo-Nationalpark in Kenia.

Oft kommt es bei Granaten zu Mischkristallbildungen, wodurch noch einmal neue Varietäten entstehen. Der bekannteste Vertreter dieser Art dürfte wohl der purpurfarbene „Rhodolith“ sein, der zu den Pyrop-Almandin-Mischkristallen zählt.

Ebenfalls bekannt ist der Grossular-Andradit Mischkristall „Mali-Granat“, der meiste eine sehr gute Brillanz zeigt und überwiegend in Grün- und Gelbtönen auftritt.

Durch die Bildung von Mischkristallen und die damit verbundene Variation in der chemischen Zusammensetzung, entstehen leichte Schwankungen der physikalischen Eigenschaften (z.B. der Härte, des spezifischen Gewichts oder der Lichtbrechung), anhand derer die einzelnen Arten im Labor unterschieden werden können.