Saphire

Saphir

Der Saphir bildet mit den Rubinen die Mineralgruppe der Korunde, die nach dem Diamanten mit einer Mohshärte von 9 der zweithärteste Edelstein sind. Der Name Saphir leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet soviel wie 'blau'.
Aufgrund dieser Härte und somit auch Unempfindlichkeit gegen äussere Einflüsse ist der Saphir hervorragend zur Schmuckverarbeitug geeignet und übersteht problemlos Jahrzehnte oder ganze Generationen ohne irgendwelche Beschädigungen oder Abnutzungen

Prinzipiell handelt es sich chemisch gesehen um ein Aluminiumoxid, das im trigonalen Kristallsytem prismatische, sechsseitige Kristalle ausbildet. In dieses Kristallsystem sind unterschiedliche Fremdelemente eingelagert wie beispielsweise Eisen, Kobalt oder auch Titan. Je nach Anteil dieser eingelagerten Fremdelemente können Saphire ganz unterschiedliche Farben haben und sogar das komplette Farbspektrum abbilden.
Aussergewöhnlich bei Korunden ist deren hohe Wärmeleitfähigkeit, die nur sehr wenige andere Edelsteine aufweisen. Saphir ist auch sehr wärmestabil und kann bei der Verarbeitung durch den Goldschmied problemlos auf mehrere hundert Grad erwärmt werden ohne daß es zu Veränderungen oder gar einer Zerstörung des Edelsteins kommt.

Üblicherweise sind heutzutage fast alle Saphire erhitzt, so daß die Farbe stärker zur Geltung kommt. Bei diesem Erhitzen wandeln sich eingeschlossene Fremd-Ionen im Kristallgitter um und so ergibt sich eine intensivere Farbe. Unbehandelte Saphire mit kräftigem Blau sind relativ selten und dementsprechend gesucht. 
Saphire gehören zu den Steinen, die in den vergangenen Jahren stetig im Preis gestiegen sind und eine gute Kapitalanlage bilden. Gerade unbehandelte oder grössere Saphire werden immer seltener.

Klassisch sind Saphire als blaue Saphire bekannt, jedoch können Saphire. fast genau so wie Turmaline, auch alle anderen Farben haben wie weiss, schwarz, grün, gelb, rot, orange und auch alle Farbtöne dazwischen. Am begehrtesten sind die leuchtend blauen kornblumen- oder kashmiblauen Saphire, aber auch der Padparadsha-Saphir in pink-orange-roter Farbe gehört zu den gesuchtesten und teuersten Edelsteinen, 

Saphirkristalle können teilweise sehr gross werden, jedoch handelt es sich dabei meist um opake, lichtundurchlässige, Qualitäten, die nicht für den Schmuckbereich zu verwenden sind. Klare Qualitäten mit wenigen oder auch keinen Einschlüssen sind schon ab einem Gewicht von 1 Carat (0.2 Gramm) relaiv selten.
Teilweise können in den Saphirkristallen auch Rutilnadeln ausgebildet sein, die bei punktförmiger Beleuchtung für einen Sterneffekt, den sogenannten Asterismus, sorgen. Diese Saphire werden dann als Sternsaphire angeboten.

Saphire werden weltweit gefunden. Grössere Lagerstätten sind in Sri Lanka, Thailand, Indien, Madagaskar und Australien. Aber auch in vielen anderen Ländern wie beispielweise den USA wird heute Saphir gefördert.